Pelz, Leder und Co. – darf man das eigentlich noch tragen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, Durchschnitt: 3,80 von 5)
Loading...

Die Diskussion um Pelze und andere Naturprodukte ist fast so alt wie die Herstellung dieser Materialien. Mittlerweile haben aber nicht mehr nur eingefleischte Vegetarier und Veganer etwas dagegen, dass Designer echten Pelz und echtes Leder zur Produktion ihrer Kreationen nutzen, sondern auch die Meinung der Straße richtet sich gegen das Töten von Tieren, um aus ihnen Mode zu machen. Doch was spricht eigentlich für einen echten Pelz und was spricht dagegen? Darf man diese Frage überhaupt noch stellen? In diesem Artikel wollen wir uns diesem kontroversen Thema widmen.

Das spricht gegen Pelz

Was gegen Pelz spricht, dass scheint für viele Menschen auf der Hand zu liegen: Das Töten von Tieren. Die Mentalität und Einstellung gegenüber Tierrechten hat sich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg so umfassend geändert, dass sich auch die Einstellung zur Pelzmode vollkommen umkehrte. Tiere waren früher reine Haus-oder Nutztiere. Ob Tiere in entfernten Regionen ausgerottet wurden oder man sie wegen ihrer Stoßzähne jagte, dass war eigentlich nicht der Rede wert. Heute kümmern wir uns um diese Probleme, weil unsere eigenen Probleme – zumindest die in Westeuropa – abgenommen haben. In unseren Gefilden herrscht ein sozialer Frieden (wenn auch mit Einschränkungen), der es uns erlaubt, uns um die Schwächeren zu kümmern. Zu diesen Schwächeren gehören natürlich die Tiere. Schon seit langem kämpfen Tierschutzorganisationen daher gegen die Tötung von Pelztieren zum Zwecke der Weiterverarbeitung. Sie argumentieren zum einen, dass im Jahr tausende von Tieren wegen der Modeproduktion getötet werden und zum anderen, dass die Haltung der Pelztiere keinen ordentlichen Standards unterworfen wird. Und in der Tat, Pelzfarmen erfüllten erst nach großem politischen Druck Auflagen, die das Leben der Farmtiere erleichterten. Das ist ein Erfolg für die Tierschützer, für die deutschen Kürschner ist es eine Katastrophe. Ihr Gewerbe steht unter einem großen Druck und ein Überleben von Kleinbetrieben ohne weitläufige Infrastruktur ist beinahe undenkbar. Die Umsätze der Pelzverkäufe sind so stark eingebrochen, dass sich die Gewinnspanne von 4 Milliarden Euro im Jahre 1990 auf gerade einmal eine halbe Milliarde im Jahr 2006 verringert hat. Dies ist vielen Tierschützen aber bei weitem nicht genug. Auch die Tötung von Tieren zur Lederproduktion ist ihnen ein Dorn im Auge.

Pelz

Photo credit: liberalmind1012 via Visual Hunt / CC BY

Andere wiederum setzen sich dafür ein, dass gewisse Tierarten überhaupt nicht mehr gejagt oder gezüchtet werden dürfen, um sie zu Mode zu verarbeiten. Hierzu zählen Tiger, Gepard, Jaguar und Puma. Doch es gibt nicht nur Argumente gegen Pelze, die sich aus dem Töten von Tieren ableiten lassen. Die Modeindustrie hat sich und ihre Techniken in den letzten Jahrzehnten so unglaublich weiterentwickelt, dass es ohne Probleme möglich ist, synthetische Pelze, Felle und Leder herzustellen. Dies schont nicht nur die Tiere, sondern auch den Geldbeutel – die Verarbeitung von echtem Pelz ist nämlich um Weiten teurer als künstlicher Pelz. Einziger Nachteil der künstlichen Stücke sind ihre Eigenschaften. Während echter Pelz super warm hält und sehr atmungsaktiv ist, kann künstlicher Pelz die Haut nicht atmen lassen. Der Kopf kann unter einer Pelzmütze aus synthetischem Material stark schwitzen. Das gleiche gilt für Kunstleder. Wie echtes Leder, hält es Wasser ab, lässt die Haut aber nicht atmen. Deshalb ist Kunstleder auch nicht für die wärmeren Monate des Jahres geeignet.

Fazit

Ich denke, wenn man diese wenigen Pros den zahlreichen Contras gegenüberstellt, muss man unterm Strich zu dem Ergebnis kommen, dass echter Pelz heute nicht mehr als ein Symbol des Luxus ist. Er ist ein Rudiment aus einer alten Zeit, in der man sich nicht anders wärmen konnte, als mit diesen Naturprodukten. In unserer hochtechnisierten Welt sind wir darauf aber nicht mehr angewiesen, sondern können wunderbare Ersatzmaterialien herstellen, die nebenbei wunderbar aussehen – ohnehin erkennt ein Laie den Unterschied zwischen echtem und falschem Pelz nur schwer. Wir sollten uns also dem Fortschritt bedienen und damit die Natur schonen.

Wie war das eigentlich mit den Deutschen Bundeswehrjacken?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Neulich, irgendwo in Prenzelberg. Alles wie immer eigentlich, möchte man meinen: Die Sonne scheint. Junge Mamas schieben Retro-Kinderwagen vor sich her. Hippe Medienmenschen sitzen in Eck-Cafés vor ihren MacBooks und geben sich ihren täglichen Latte Macchiato-Einlauf. Während die U2 vorbeidonnert stellen die Second-Hand-Ladeninhaber ihr Sortiment an großen Kleiderstangen nach draußen. Mit dabei: die obligatorischen Bundeswehrjacken in Tarnfarben. Bundeswehrjacken – da war doch mal was!

Und was da mal war – und es ist noch gar nicht mal so lange her. „Uns“ Deutsche erfüllt es ja bekanntermaßen immer mit unglaublichem Stolz, wenn wir für die meist viel cooleren Amerikaner in irgendeiner Weise eine Rolle spielen. Sei es, wenn sie unser Bier und unser Essen vergöttern, wenn sie Heidi Klum ganz toll finden, oder wenn sie ihre Scherzchen über die „cuten“ Lederhosen machen können. So staunten die jungen Hipsters nicht schlecht als sie im Herbst 2010 das „Barbra Streisand“-Video des DJ-Duos Duck Sauce zum ersten Mal sahen. Zu sehen waren zahllose Promis, Musiker und Fashionistas, so auch Funk-Musiker P-Thugg, der stilecht eine olivgrüne Jacke mit schwarz-rot-goldener Flagge am Ärmel trug. Halt, Stopp, dachte man. – Eine Jacke der DEUTSCHEN BUNDESWEHR? Ernsthaft? – Ernsthaft! Und spätestens ab diesem Moment (Gerüchten zufolge existierte der Trend schon eine Weile vorher unter der Oberfläche) brach ein wahrer Sturm los. Der Run auf Bundeswehrjacken war nach diesem Video so sicher wie das Amen in der Kirche. Und er war groß.

Irgendwie ja auch verständlich: Gerade bei deutschen Jugendlichen, wo sich die Beliebtheit der Bundeswehr im Schnitt oft im Keller befindet, war es ein ungleich provokanter Akt, sich ein solches Jäckchen überzustreifen. Und zum derzeit sowieso stattfindenden Hype um den Military-Look konnten die Bundi-Jacken kaum besser passen. Zudem – so viel Ehrlichkeit muss sein – ist der Großteil heutiger jugendlicher Fashion-Victims eine unheimlich unpolitische Masse. „Alles egal“ lautet die Parole. Für etwas einstehen, sich zu etwas bekennen scheint nicht wichtig. Und wenn wir schon dabei sind, können wir die Bundeswehr-Mode, für die wir uns früher geschämt hätten jetzt auch zum bloßen Modeaccessoire degradieren. Gesagt, getan! Ein Trend war geboren.

Wie gesagt, man muss das alles im Kontext sehen. Die Allerwenigsten bis Niemand von denen, die diese Jacken trugen, tat dies aus einer besonderen Verbundenheit mit dem deutschen Militär. Man trug sie vielmehr, weil es cool war, sie zu tragen. Warum wir jetzt darüber sprechen? – Es ist der zeitliche Abstand, der einen das ganze aus der Ferne noch viel Klarer sehen lässt. Deswegen treibt es einem heute ein leichtes Schmunzeln auf die Lippen, wenn man die Teile an den Kleiderbügeln vor den Second-Hand Läden im Prenzlauer Berg hängen sieht. So als warten die Jacken verzweifelt darauf, dass sie noch von irgendwem beachtet oder gekauft werden.

Let’s face it: Der große Run auf die Stücke ist vorbei. Hier von „komplett out“ zu sprechen wäre jedoch überzogen. Bundi-Jacken zu tragen war für Amerikaner wie P-Thugg ein reines Style-Ding und für deutsche Fashion-Victims eine kleine Provokation, die aber mittlerweile gegenstandslos geworden sind. Wer die Teile heute trägt, sieht darin noch immer cool aus. Und wie gesagt, der Military-Look funktioniert heute noch so gut, wie letztes Jahr – und hier fügen sich die Bundi-Jacken nach wie vor perfekt ein. Aber das anfängliche Überraschungsmoment ist wohl aufgebraucht. Wie man die Geschichte fortsetzen könnten? – Nun, wie wäre es, wenn man im nächsten Winter auf Bundeswehr-Socken umsteigt? Davon sieht man zwar etwas weniger, dafür sind sie praktisch und halten beim Rundgang auf dem Weihnachtsmarkt die Füße schön warm. Oder lasst euch doch mal von euren Bundi-Kumpels ein paar Bundeswehrdecken organisieren – die machen sich perfekt beim nächsten BBQ im Stadtpark. Und wenn’s dann abends etwas kühler wird, wird passend dazu die leichte Bundeswehr-Jacke wieder übergezogen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Auf dem Prüfstand: Mode-Trend Felljacken

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (2 Bewertungen, Durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...

Seit nunmehr zwei Jahren sind sie fester Bestandteil der Winterkollektionen der großen (und kleinen) Designer von New York bis Mailand: Die Felljacken. Die Rede ist hier nicht von den riesigen, schweren und betagten Pelzmänteln, sondern von den fluffigen, knappen Jäckchen, die meist komplett mit Fell überzogen sind. Gerade jetzt, wo der Winter seine Hartnäckigkeit unter Beweis stellt, fragt man sich natürlich, ob es sich nochmal lohnt, im Schlussverkauf ein kuscheliges Schnäppchen zu machen. Aber hat der Trend überhaupt noch Bestand? Und woher kam er eigentlich? Sollte man eine Felljacke oder doch lieber eine Fellweste nehmen? Fragen über Fragen – wir geben Antworten.

Warum, wieso, weshalb

Bereits Ende 2010 machten die ersten Bilder diverser Fashion-Events die Runde, bei denen sich bereits abzeichnete, dass zahlreiche Designer einen ganz bestimmten Trend auf dem Kieker haben. Zudem präsentierten sich die Early-Adopters der Modewelt verstärkt in einem auffälligen Look: Die gemeine Felljacke erschien auf der Bildfläche und eroberte die Fashion-Epizentren von Berlin-Mitte bis Rodeo Drive, Los Angeles. Roberto Cavalli, Karl Lagerfeld und Labels wie Antik Batik erkannten die Zeichen der Zeit und machten die Fell-Nummer zum nächsten großen Ding. In den folgenden Wintersaisons war es damit um die Modewelt geschehen, und daran hat sich tatsächlich bis heute nicht viel geändert. Sowohl Jacken mit vereinzelten Fellelementen, komplett mit Fell bedeckte Modelle und vor allem Fell-Westen lassen das Fashion-Feuer auch 2013 noch immer lodern.

Stichwort Animalität

Kein Wunder eigentlich: der anhaltende Trend passt schließlich perfekt zum allgegenwärtigen animalischen Look. Wo Strumpfhosen mit Leoparden-Muster getragen werden, können schließlich auch Jacken im Bärenlook übergezogen werden, oder? Dabei muss es sich übrigens NICHT um echten Pelz handeln. Ganz im Gegenteil, die meisten selbst im Hochpreis-Segment tätigen Designer arbeiten mit hochwertigem Kunstfell und schaffen ganz hervorragende Stücke. Die Farben bleiben dabei natürlich: Braun, Grau und Schwarz sind die gängigsten, doch auch in auffälligem Weiß sind die Jacken häufig zu sehen. Im Winter als Eisbär? – Passt doch! Zudem fällt auf, dass das Fell in den meisten Fällen extrem lang ist. Man könnte beinahe sagen: je zottliger, desto besser.

Die Ärmelfrage

Die Frage, die beim Trend in den letzten Jahren immer wieder auftauchte war die nach den Ärmeln. Was ist nun die bessere Wahl? – Die herkömmliche Felljacke oder doch lieber die Fellweste ganz ohne Ärmel? Fakt ist: Die Fellweste ist auf jeden Fall weiter verbreitet und kommt bei der Masse auch offensichtlich besser an. Doch genau da kommen die Vorzüge des Ärmel-Modells zum Tragen: Es hebt sich noch ein kleines Stück vom Rest ab und ist – sofern gewünscht – noch ein bisschen auffälliger als die Westen-Variante. Als Kompromiss sind übrigens auch kurzärmlige Modelle zu empfehlen. Sie kommen seltener vor, als die anderen Modelle und sind daher noch einen Ticken spezieller. Jedoch muss man die Augen hier offen halten, man findet sie häufig nur sehr schwer in den betreffenden Läden.

Die Regeln

So sehr die 90er auch durch die Nostalgie-Brille als ein wunderbares Jahrzehnt gepriesen werden: Bitte keine Felljacken in Neongrün, Knallrot oder Marineblau wählen. Klar, Colorblocking hat seine Vorzüge, aber definitiv nicht bei Felljacken. Hier dominiert der natürliche Look – zu Recht. Kombiniert werden die Stücke am besten zu schmalen Tights und ein paar High Heels – da die Jacken meist selbst sehr weit ausfallen und aufplustern, empfiehlt es sich im Beinbereich auf Schlankheit und Schlichtheit zu setzen. Schmale Figuren sind daher geradezu gemacht für Felljacken und –Westen. Mit einer sehr breiten, weißen Felljacke wie eine Schneekugel auszusehen mag vielleicht ganz witzig sein. Ob es Stil hat, bleibt aber fraglich.

Gekommen um zu bleiben?

Wie lange der Look noch an der Oberfläche bleibt, lässt sich schwer sagen. Da mit diesem Winter bereits seine dritte Saison infolge zu Ende geht, könnte es gut sein, dass die Karawane im nächsten Herbst weiterzieht und der Fell-Look auf der Strecke bleibt. Wer also in diesem Winter noch mitmischen und sich eines der Teile besorgen will, sollte zur Sicherheit lieber kein Vermögen mehr in eine solche Jacke investieren. Das sollte aber auch kein Problem sein, schließlich bieten Replay, French Connection oder Miss Sixty trendige Felljacken zu bezahlbaren Preisen an.

LSD für die Augen – Print-Sweater der anderen Art

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Wer in Zeiten der maximalen Reizüberflutung noch mit seiner Kleidung auffallen will, der muss ordentlich was leisten. Batik? – Boring! Muster? – Mittelmaß! Neonfarben? – Na ja… Glücklicherweise haben sich Startup-Hipster-Modelabels wie „Aloha from Deer“, „Muschi Kreuzberg“ oder „Mr. Gugu & Miss Go“ längst in Stellung gebracht um ein neues Zeitalter verrückter Tights, Jacken und Pullis in der Modewelt einzuläuten. Die auf sie gedruckten – wir nennen sie wider Willen mal so – „Hipster-Motive“ sind das Ding der Stunde, vor allem wenn es um die Wahl eines trendigen neuen Sweaters geht. Bei eben diesen ausgefallen-auffälligen Motiven scheint es ganz offensichtlich keine Grenzen mehr zu geben: Keine Grenzen was Crazyness angeht, was Provokation angeht, was Farbe und Muster angeht. Geistergestört ist das neue hübsch. Welcome to the Jungle!

Kategorie 1: Tiermotive

Tiermotive gehen nach wie vor weg wie nichts und sind auf der Street gern gesehene Motive beim Party- und Jungvolk. Dabei noch immer ungeschlagen an der Spitze: Wölfe. Das gilt neben den allgegenwärtigen Sweatern vor allem für Jeansjacken, auf denen die Rudeltiere mittlerweile schon fast standardmäßig draufgestickt sind. Alternativ gehen natürlich Geparden und Panther, Tiger, Löwen, Pitbulls und alles was einem sonst so in den Sinn kommt – Hauptsache dabei ist, dass das Motiv möglichst plakativ und riesig ist. Am besten erstreckt es sich natürlich über das ganze Kleidungsstück. Wahlweise einmal oder gleich im ganzen Dutzend.

Kategorie 2: Nahrungsmittel

Zugegeben, der Begriff ist etwas weit gefasst. Im Prinzip darf alles auf einem trendigen Sweater landen, was im weitesten Sinne essbar ist. Die Zuckerschnuten unter den Fashion-Fanatikern greifen zu übergroßen Eistüten-, M&Ms- oder Gummibärchen-Prints, die Junk Food-Fanatiker hingegen zu diversen Fast-Food-Motiven von Burgern bis Pommes. Man lebt ja schließlich nur einmal. Aber wo bleibt eigentlich der Sauerbraten-Pulli? Gibt’s bestimmt auch schon irgendwo.

Kategorie 3: Landschaftsmotive

Hier kommen die Naturfreunde endlich zum Zug. Wem nämlich all die bisherigen Motive zu sehr auf Konsum (Fast-Food-Stuff und Süßigkeiten) oder „Och wie niedlich“ (Tiermotive) ausgerichtet waren, der kann seiner Liebe zu Mutter Erde mit entsprechenden Landschaftsmotiven frönen. Prints mit Strandmotiven, Baumkronen und Wäldern, Vulkanen, Palmen oder Berggipfeln lassen das Natur-Herz höher schlagen – sofern man damit klar kommt, dass die Sweater zum großen Teil aus reinem Polyester bestehen.

Kategorie 4: Der ganz verrückte Scheiß

Wem das alles noch zu human und gesittet ist, der möge bitte zu den vollends abgehobenen All-Over-Motiven greifen. Im Prinzip finden sich hier noch Motive, von denen man nie geglaubt hat, dass sie jemals den Weg als Print auf ein Kleidungsstück machen: Kondome, diverse Weltall-Bilder von Sternen-Explosionen und Milchstraßen-Fotografien und verschiedene biblische Malereien, Marienbilder oder Engel oder Jesus Christ himself. Wie gesagt: Im Prinzip gibt es nichts, was es nicht geben könnte.

Neben all den Prints, die wir hier versucht haben grob zu kategorisieren, gibt es natürlich noch allerhand weiteren Stuff von Atomexplosionen über Pharao-Abbilder bis hin zu Marihuana-Stauden. Okay, eigentlich gibt es wohl wirklich ALLES. Im Prinzip könnte man mit diesen Motiv-Erörterungen ewig weitermachen; der Punkt ist aber, dass hier nicht mehr in Kategorien wie „Geht/Geht nicht“ oder „Geschmackvoll oder nicht“ gedacht wird. Entscheidend ist das Motiv und dessen Verrücktheit. Je weiter es von dem entfernt ist, was der Durchschnitts-Mensch anziehen würde, desto besser. Was davon zu halten ist? – Schwierig, denn diese Art von Mode ist eine reine Gewissensentscheidung. Fakt ist aber auch, dass dieser Trend teilweise so weit draußen ist, dass er auf kurz oder lang zum Scheitern verurteilt ist. Bedeutet: Wer den Motiv-Sweatern eine große Zukunft voraussagt, wird spätestens in einem Jahr bitter enttäuscht werden. Nichtsdestotrotz: Bis das so weit ist – Gehet hinaus und fallet auf!

Auffallende Muster, fulminanter Gesamteindruck: Chloés Fall/Winter-Kollektion 2015/16 Teil 3

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Da wir es kaum erwarten können, die finalen vier Punkte der Chloé Fall Winter 2016 – Kollektion für den kommenden Herbst und Winter zu bewerten – kommen wir direkt zum Punkt, das heißt, genauer zum nächsten Punkt unserer fabulösen zehn Punkte Reihe. Nachdem wir einen genaueren Blick auf Farben, Stoffe, Schnitte, Accessoires und Details der Kollektion geworfen haben, geht es jetzt weiter mit Punkt sechs der Reihe: Wir schauen uns die Muster für Herbst/Winter genauer an. Wir wünschen neue spannende Einblicke in die Kollektion. Weiter geht’s!

Punkt 7: Die Muster der Chloé Fall Winter 2016 Kollektion

Um es gleich vorneweg zu sagen: Viele Muster bietet diese Kollektion nicht. Das französische Label setzt vielmehr auf eine einheitliche Farbwahl und schlichte Verspieltheit. Die Mehrzahl der präsentierten Outfits auf dem diesjährigen Runway sind bei Chloé einfarbig gehalten – meist in Pastelltönen, in Schwarz, verschiedenen Blautönen, Beige oder Weiß. Umso mehr fallen die Looks mit Mustern aus dem Rahmen – denn es gibt sie. Besonders auffällig im Muster ist diese Saison bei Chloé ein gerade hochgeschnittener, hinten geschnürter Bleistiftrock in Kalbsleder mit Leopardenmuster. Wir sagen: Extravagante Kombination! Auffällig gemustert ist außerdem ein blaues Seidenkleid, die auf am Oberkörper in hellblauen und rosa Pastelltönen colourblocked. Wie aus dem Zirkuszelt wirkt hingegen eine flatternde Satinhose mit großen, seitlichen Streifen in kräftigem Blau und Schwarz. Überhaupt sind breite Streifen diese Saison nicht nur bei Chloé total en Vogue.

Punkt 8: Der Lieblinslook

Es fällt nicht leicht aus dieser Kollektion einen besonderen Look herauszufiltern – jedes der präsentierten Outfits für diesen Herbst und Winter trägt auf seine Art und Weise den Spirit des französischen Labels Chloé. Ein vielleicht nicht ganz straßentauglicher Look hat es mir aber besonders angetan. Ein geradliniges Seidenkleid in zurückhaltendem Beige wird kombiniert mit einer edelstahlbesetzten Kette, die über das Seidenkleid gelegt wird. Das ist super extravagant, vielleicht zu extravagant für die Straße? Der Look aber hat es gerade dadurch zum Lieblinslook der Kollektion für den Herbst und Winter geschafft. Man stelle sich allein das Funkeln der Edelstahlkette im nassgrau des hereinbrechenden Winters vor!

Punkt 9: Das Must-Have der Kollektion

Das Must-Have der Kollektion ist eine ebenso schwere Angelegenheit, wie den Lieblingslook für Herbst und Winter von Chloé zu bestimmen. Dennoch: ein Must-Have hat sich durchgesetzt, das auf den ersten Blick vielleicht nicht das auffälligste Teil der Kollektion ist, durch Farbe und Linienführung aber ebenso besticht, wie durch seine Kombinationsfähigkeit. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen: Das Must-Have der Kollektion ist: … Eine hochtaillierte Wollhose im Marleneschnitt. Sie überzeugt durch kräftiges und doch gut kombinierbares Dunkelrot, den Tragekomfort durch die Materialwahl und vorallem den Hauch von Vintage, den die Hose der Trägerin verleiht. Trotz schlichtem Schnitt und Einfarbigkeit setzt die Hose den richtigen Akzent, umspielt gerade wegen des Schnitts, der an einen Hosenrock erinnert, die Beine der Modeliebhaberinnen sanft, betont durch die hohe Taillensetzung gar noch die langen Beine der Modemetropolen-Fashionistas. Wir sagen: Vielen Dank Chloé für diesen Geniestreich der Modeschöpfung – ein Glanzstück für den grauen Winter, das in jeden Schrank gehört, die Beine warm hält und einfach zu allem kombinierbar ist.

Punkt 10: Der Gesamteindruck

Voilá – das war die Chloé Fall Winter 2016 der französischen Luxusmarke Chloé. Was bleibt zu sagen? Chloé setzt seit sechzig Jahren Standards in eleganter, verspielter, sanfter Frauenmode. Wir hatten schmeichelnde, zarte Herbst/Wintermode erwartet. Die Kollektion hat diese Erwartungen erfüllt. Pastelltöne, Blauvariationen und schwarz/weiße Colourblocks umspielen in Seide, Satin oder Samt die zarten Hüften ihrer Trägerinnen. Verspielte Kombinationen werden mit strengen Schnitten und kleinen Details gebrochen und offenbaren die Meisterschaft von Creative Director Claire Waight Keller. Danke Chloé für dieses vielversprechende und vor allem auch tragbare Design!

Daunenjacken richtig waschen – ein Ratgeber

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Wer kennt das nicht? Gerade frisch bei Mama ausgezogen, den ersten Winter in der eigenen Wohnung halbwegs selbstständig herumbekommen, doch steht das erste große Problem an: Die geliebte Daunenjacke ist dreckig und sieht von Schnee und Matsch mitgenommen aus. Es hilft alles nix – sie muss gewaschen werden. Für viele ein Grund zu verzweifeln, schließlich will man das teure Stück nicht der sensationellen Wärme-Eigenschaften berauben und die Daumen und deren Fluffigkeit zerstören. Wir schaffen Abhilfe in unserem kleinen Ratgeber zum richten Winterjacken-Waschen.

Die Risiken des Daunenjackenwaschens

Richtig gute Daunenjacken bekommt man selten für lau, ganz im Gegenteil. Für hochwertige Modelle legt man gut und gerne mal mehrere hundert Euro auf den Tisch. Umso vorsichtiger ist man dann natürlich, wenn es ans Waschen des guten Stückes geht. Sehen wir also den Fakten ins Auge: Egal, wie vorsichtig man mit der Jacke umgeht, die Daunen leiden bei jeder Wäsche ein kleines Bisschen, selbst in der professionellen Reinigung. Genau aus diesem Grund sollte man nicht unnötig viel Geld für die Reinigung ausgeben, sondern ruhig mutig sein und es selbst versuchen. In diesem Sinne: Kopf hoch, du schaffst das!

Gefahr im Verzug

Die große Schwierigkeit beim Waschen einer Daunenjacke ist, sie einerseits zwar sauber zu bekommen, andererseits ihre perfekten Wärmeeigenschaften nicht zu zerstören. Diese Eigenschaften sind vor allem der Daunenfüllung im Inneren zu verdanken, welche die Jacke extrem leicht macht und dennoch dafür sorgt, dass sie die eigene Körperwärme perfekt im Inneren isoliert. Wäscht man die Jacke falsch, können die Daunen im Inneren verklumpen oder sogar Schimmeln – so verliert das Kleidungsstückt nicht nur seine Funktion, sondern kann eigentlich direkt auf den Müll landen.

Richtige Vorbereitung – das A und O

Bevor die Jacke einfach gedankenlos in die Waschmaschine gestopft wird, gilt es die Reinigung klug vorzubereiten. Jacken verschmutzen vor allem am Saum, am Ärmelbund oder am Kragen sehr schnell. Je nachdem, wie stark die Verschmutzungen an diesen oder anderen Stellen sind, sollte per Handwasche mit Feinwaschmittel vorgearbeitet werden. Reibt das Waschmittel dort vorsichtig ein, anstatt die Jacke komplett in die Badewanne zu tauchen. Erst danach kommt die Maschine zum Einsatz.

Der Waschgang

Wählt einen schonenden Waschgang und stellt die Temperatur nicht höher als 30 Grad – versteht sich von selbst. Ein schonendes Vollwaschmittel reicht zwar in der Regel aus, um aber auch das letzte Restrisiko zu entfernen, sich die Jacke zu versauen, dürfen Angsthasen natürlich auch gerne spezielles Daunenwaschmittel benutzen. Achtung: Weichspüler ist Tabu! Er ist zu aggressiv und kann die Daunen angreifen – was es natürlich zu vermeiden gilt. Auch dass die Jacke einzeln ohne andere Kleidungsstücke gewaschen wird, sollte klar sein. Wer spezielles Daunenwaschmittel benutzt, wird sich wahrscheinlich über den seltsamen Ball wundern, der dem Mittel häufig beiliegt. Er erfüllt für die Wäsche jedoch eine extrem wichtige Funktion: Er wird gemeinsam mit der Jacke in die Trommel gepackt und sorgt dafür, dass die Daunen während dem Waschen immer wieder aufgelockert werden, um nicht zu verklumpen. Wer einen solchen Ball nicht hat, sollte alternativ bis zu drei Tennisbälle mit in die Maschine legen, die erfüllen den Zweck genauso gut, wie der Wasch-Ball.

Trocknen will gelernt sein

Damit ist der Job aber noch nicht erledigt. Auch beim Trocknen der Jacke gibt es einige wichtige Regeln zu beachten. Die Jacke sollte bei höchster Stufe und ebenfalls zusammen mit den Tennisbällen getrocknet werden. Zudem sollte der Trockner ein oder zweimal während des Vorgangs angehalten werden, um die Jacke kräftig durchzuschütteln. Beim Lufttrocknet wird die Jacke einfach aufgehängt, sollte aber ebenfalls unbedingt immer wieder durchgeschüttelt und ausgeschlagen werden. So vermeidet man das Zusammenpappen der Daunen und hält sie locker und flockig. Klar ist, dass beim Trocknen ohne Trockner der Vorgang sehr lange dauert – eine Alternativjacke sollte man also für die nächsten Tage also definitiv parat haben.

Ein Gegensatzpaar findet zueinander: Modetrend „Rock-Chic“

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Jahrelang galten sie als zwei Kleidungsstile, die so verschieden sind wie Feuer und Wasser, wie Salz und Zucker, wie Fleisch und Gemüse: Der Rockstar-Look und die gehobene Mode, der „Chic“. Während Nieten, Leder und zerfetzte Jeans grundsätzlich die lässige Freizeitmode darstellten, wurden sie lange Zeit strikt von allem ferngehalten, was auch nur im weitesten Sinne als classy und seriös durchging. Beides zu kombinieren? – Unvorstellbar. Doch die Modewelt ist im Umbruch und Looks, die lange Zeit als unvereinbar galten finden plötzlich zueinander. Das Ergebnis ist das, was Blogger, Fashionistas und Designer als den „Rock-Chic“ bezeichnen: Die Verbindung von Glamour und Totenkopf.

Der Trick beim Rock Chic ist dabei so einfach wie genial. Anstatt sich für einen Stil zu entscheiden, kombiniert man hierbei einfach verschiedene Elemente beider Richtungen gekonnt miteinander. Farblich ist der Rock Chic in den meisten Fällen bei den dunklen Farbtönen zu Hause, häufig dominiert in entsprechenden Outfits Schwarz. Jedoch kann auch ein auffälliger „Farbklecks“ einen Twist ins Outfit bringen, etwa wenn sich eine knallrote Lederjacke von der ansonsten durchgehend dunklen Kleidung abhebt.

Entscheidend ist jedoch, dass das Gesamtbild trotz eindeutiger Rock-Elemente nie lumpig aussieht. Aus diesem Grund kommen Destroyed-Optik und zerfetzte Jeans bei echten Rock-Chic-Outfits eher selten vor. Stattdessen wird auf cleane, gut erhaltene Stoffe gesetzt. Ein paar einfache schwarze Strumpfhosen, Lederleggins oder dunkle Skinnyjeans werden beispielsweise mit Nieten-besetzten High Heels kombiniert. Dazu ein Tüllrock, ein einfaches Hemd und die obligatorische Lederjacke im Biker-Look – fertig ist das Rock-Chic-Outfit. Wie gesagt: Der Trick ist, trotz Leder und Nieten sich dennoch eindeutig auf dem Feld des „Chic“ zu bewegen. Genau das erreicht man nur, wenn man sich etwa bei den Hosen auf das Wesentliche konzentriert, dafür aber bei der Jacke und den Schuhen aufs Ganze geht

Wer sich traut, darf auch ruhig die Military-Jacke oder gar ein Paar Combat-Boots zum restlichen Outfit anziehen. Doch auch hier gilt: Kenne die Grenze, übertreib nicht, bleib classy. Mit den Basics aus Hose, Schuhe und Jacke ist es natürlich noch nicht getan. Die Detailarbeit spielt eine ebenso große Rolle wie der Rest des Rock-Chic-Dresses. Kleine Accessoires und Feinheiten sind schließlich das Salz in der Suppe.

So eignen sich beispielsweise farbige Lederhandschuhe ganz perfekt dazu, den bereits erwähnten Farbtupfer in ein zurückhaltend-dunkles Outfit zu bringen. Egal ob rot, gelb, oder sogar weiß – solange sie sich vom Rest abheben, hat man hier schnell und einfach einen Hingucker hinzugefügt, der den gesamten Dress zwei bis drei Nummern aufwertet. Einen ähnlichen Effekt erzielen dezente Hüte oder Haarschmuck von Kopftüchern über Beanies bis hin zu einem einfachen Haarband. Das Makeup bleibt bis auf den erdbeerroten Lippenstift dezent; Ohrringe, Ketten und Armbänder dürfen zudem gerne etwas klimpern und dementsprechend etwas größer sein.

Die große Kunst bleibt die Gradwanderung zwischen den Rock- und Chic-Extremen. Wer zu viele Basic-Teile kombiniert, an Schmuck, Makeup und den Details spart, sieht schnell bieder und ZU klassisch aus. Wer aber zu sehr den Rock-Modus aufdreht, der wird vor lauter Nieten, Farben und Stofffetzen das eigentliche Outfit kaum noch ausfindig machen können. Die Balance zu halten – das ist der Trick, auf den es ankommt. Dass es möglich ist, beweisen uns die Promis aus Hollywood von Ashley Tisdale bis hin zu Sängerin JoJo. Und Rihanna – ohnehin eine DER Stilikonen des laufenden Jahrtausends – beherrscht den Look sowieso, wie kaum eine Zweite.

Doch was die Stars können, das kann Lotte Müller schon längst. Denn gerade weil es beim Rock Chic vielmehr auf die richtige Kombination ankommt, statt auf die teuerste Marke, lässt sich der Look auch ganz ohne Guiseppe Zanotti und Philipp Plein zusammenstellen. Vorausgesetzt, man hat einen Funken Kreativität, Modegespür und etwas Zeit für eine ausgiebige Shoppingtour durch ein paar Second Hand-Läden oder die nächste Shopping-Meile…

Verspielte Schnitte, kunstvolle Kombinationen: Chloés Fall/Winter-Kollektion 2015/16 Teil 2

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Der Herbst ist vorbei und erlaubt uns das, was wir lange ersehnt haben: Die aktuellsten Stücke der Designer endlich auch auf ihre Straßentauglichkeit zu testen. Die heißesten Stücke können nun endlich aus dem Schrank geholt und aufgetragen werden. Direkt vom Runway berichten wir euch von der Herbst/Winter-Kollektion 2015/16 des Pariser Modehauses Chloé. In zehn Punkten lest ihr alles, was ihr über diese schicke Kollektion wissen müsst. Weiter geht’s mit Punkt drei unserer Reihe: Den Schnitten.

Punkt 3: Die Schnitte

Wir haben bisher festgestellt: Die Farben sind dezent, die Stoffe sanft – und die Schnitte? Auch die Schnitte werden ganz dem Stil des Pariser Luxusunternehmens gerecht: Sie schmeicheln femininen Formen, betonen Eleganz und Weiblichkeit und sind dabei ganz nebenbei Dank der Stoffauswahl super angenehm aufzutragen. Ganz im Spirit der Gründerin von Chloé – der Ägypterin Gaby Aighon – scheinen die diesjährigen Schnitte absolut den Flair der Straßen Paris‘ widerzuspiegeln: verspielt, dezent elegant und trotzdem immer mit einem Hauch Extravaganz. Neben flatternden Tüllröcken, die an der Hüfte ausgestellt werden und so weibliche Rundungen an Po und Oberschenkel betonen, setzt Chloé diesen Herbst und Winter allerdings auch auf gerade Schnitte, die zwar die Silhouette der Frau betonen, gleichzeitig aber auch ein wenig Strenge symbolisieren. Zugeknöpfte Blusen und die Betonung der Schultern durch kleine Details im Schnitt, unterstreichen diesen Eindruck. Genauso wie eine Mehrzahl der Herbstkleider fallen auch die Wintermäntel durch gerade Liniensetzung auf.

Punkt 4: Die Kombinationen

Doch erst die Kombination aus Schnitt, Stoff, Muster und Farbwahl, offenbart die wahre Meisterschaft einer Kollektion. Hier zeigt sich, ob der Designer sein Handwerk beherrscht oder nicht. Für diese Kollektion gilt: Chloé und allen voran Claire Waight Keller beherrscht die Kunst des Modeschöpfens nicht nur, sie spielt damit. So werden strenge Schnitte mit sanften Stoffen, wie Satin, Seide oder Samt aufgelockert. Umgekehrt spielt Claire Waight Keller kunstvoll mit Kombinationen, wenn strenge Farbkombinationen aus Schwarz/Weiß mit verspieltem Tüll aufgelockert werden und im selben Augenblick durch die strenge Linienführung des weißen Blazers wieder zurückgenommen werden. In drei weiteren Looks wird eine hochgeschlossene Bluse mit strengem Kragen durch transparente Blusenärmel mit gepunkteten Details erst so richtig interessant. Genauso wie Farbkombinationen aus Weiß und tiefem Dunkelrot weibliche Verruchtheit mit verspielten Details in Beziehung setzen.

Punkt 5: Die Accessoires

Schlichte Verspieltheit zieht sich durch die Linie von Chloé und so ist die Auswahl der Accessoires vor allem eines: Schlicht. Beziehungsweise: Schlicht und ergreifend kaum vorhanden. Akzente setzt die französische Luxusmarke mit Umhängetaschen, großen Shoppern in schwarz/weiß oder einer Handtasche, die dezentes Grün mit extravagantem Material mischt: Straußenleder kommt für die Tasche „Baylee“ zum Einsatz. Kombiniert wird die türkisgrüne Tasche aus Straußenleder mit einem dunklen Look aus Seidenkleid und Wollmantel. Kleines Detail des Outfits ist ein weißer Blusenkragen, der aus dem dunkelblauen Seidenkleid aufblitzt und den dunklen Look bricht. Womit wir auch schon bei unserem nächsten Punkt der Kollektion wären: Die Details – meist klein aber fein!

Punkt 6: Die Details

Details setzt Claire Waight Keller in der Kollektion Herbst/Winter 2015/16 beispielsweise mit Applikationen an den Schultern, die den femininen Look von Chloé brechen. Kleine Knöpfe und Schnallen, dezent am Kleid platziert, sind ebenfalls echte Hingucker, zumal sie oft aus Messing gearbeitet sind oder ein andermal Ton in Ton zum Kleid daherkommen und so oft nur auf den zweiten Blick für den aufmerksamen Betrachter sichtbar werden. Nicht oft genug erwähnt werden können die teilweise transparenten Blusen, die mit kleinen Punkten auf den transparenten Armen oder Vorderseiten verspielt Akzente setzen und die Monumentalität mancher Entwürfe der Herbst/Winter-Kollektion von Chloé gekonnt brechen. Bei Mänteln setzt Chloé auf Details wie goldene Knöpfe und Reißverschlüsse.

Die Daunenweste auf dem Trend-Prüfstand

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Treu hat sie uns durch die kalten Monate der letzten Jahre gebracht – die allseits beliebte Daunenweste. Doch das gute Stück hat mit teils aufsehenerregenden Stilblüten auch viel Diskussionsstoff geliefert, und das bis heute. Kann sich die Daunenweste im Winter 2013 gegen die mächtige Collegejacken- und Parka-Konkurrenz behaupten? Wie sieht die Zukunft der modischen Wunderwaffe aus? Wir stellen die Daunenweste auf den untrüglichen Trend-Prüfstand.

Wer erinnert sich nicht an das Kultvideo von Rapper Kay One und seinem (Ex-)Partner Bushido? In „Style und das Geld“ etablierte Kay One als einer der ersten deutschen Musiker und Promis im Frühjahr 2010 einen aufsehenerregenden Kleidungsstil. Mit feuerroter Moncler-Weste brachte er den Daunenwesten-Look über Nacht nach Deutschland. Natürlich war der Trend bereits zu diesem Zeitpunkt eine Weile am Kochen, auf die große Bühne kam er aber erst in diesem Video. Was folgte war ein Mode-Hype, wie es ihn seit langer Zeit nicht mehr gegeben hatte. Plötzlich schien keine andere Winterjacke mehr etwas wert zu sein: Es MUSSTEN die ärmellosen Stücke sein, nur echt in Lackfarben. Nur echt von Moncler mussten sie hingegen nicht sein, das war spätestens ab dem Zeitpunkt unwichtig, als das normale Fußvolk feststellen musste wie unbezahlbar die Stücke der französischen Edelmarke waren.

Was ist nun also im Jahr 2013, gut drei Jahren später, vom einstigen Mega-Hype geblieben? Wir stellen fest: erstaunlich viel. Zunächst: Moncler ist zwar beileibe keine abgeschriebene Marke, nur hat sie ihr Monopol auf ärmellose Daunenwesten – sofern sie es jemals innehatte – abgeben müssen. Wer heute Daunenwesten trägt, hat eine riesige Auswahl quer durch sämtliche Marken und Preiskategorien. Natürlich bieten die Edel-Labels nach wie vor eigene Modelle an, aber eben auch erschwinglichere Marken wie Nike oder Jack and Jones. Für die Tiefpreis-Füchse gibt es entsprechende Jacken aber längst auch bei H&M und vergleichbaren Ketten. Die Daunenweste ist damit also längst kein reines Statussymbol mehr.

Doch bedeutet das, dass sie deshalb unbeliebt oder sogar out geworden ist? – Überraschenderweise nein: Wer die Augen beim Stadtbummel offen hält, wird nicht nur darüber erstaunt sein, wie viele auch heute noch Daunenwesten tragen, sondern auch darüber, wie der Look konsequent erweitert wurde und an Vielfalt gewonnen hat. Während die glänzenden Lack-Modelle ihren Zenit langsam überschritten haben, sind Daunenwesten in matten Farben noch immer extrem angesagt. Zudem haben auch Modelle mit Fellkragen und Kapuzen großen Anklang gefunden.

Für die gemäßigten Temperaturen haben sich die etwas dünneren Westen etabliert, die ohne Reißverschluss auskommen, dafür aber für ihre Knöpfe oder Knebel-Verschlüsse beliebt sind. In welcher Form man auch immer im Jahr 2013 nach der Daunenweste sucht – man findet sie. Und man macht sich mit ihr noch längst nicht unbeliebt. Ganz im Gegenteil, sie ist der beste Beleg dafür, dass ein Kleidungsstück noch längst nicht out sein muss, nur weil die Hysterie um das Teil allmählich abgeklungen ist.

Stattdessen etabliert es sich durch neue Facetten, neue Varianten und frische Ideen. Selbst die großen Labels haben die Teile noch nicht abgeschrieben. Während für viele der dieser Marken das Eisen spätestens dann zu heiß wird, wenn es bei H&M und Zara im Regal liegt, setzen Marken wie DKNY oder Ralph Lauren nach wie vor auf die Daunenweste.

Fazit

Die gute Daunenweste gehört noch nicht zum alten Eisen. Eingemottet werden muss vielleicht das glänzende Lackmodell so langsam, alle anderen Varianten erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit. Zu Recht, muss man sagen – schließlich hat die Modewelt bewiesen, wie man einen Trend mit genug Ideen und Kreativität lange am Leben erhält, ohne das er langweilig wird. Könnte es ruhig öfter geben, so etwas…

Chloés Fall/Winter-Kollektion 2015/16 direkt vom Runway

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Sanfte Stoffe, dezente Farben

Feminine Schnitte, verspielte Details, schmeichelnde Stoffe – dafür ist die Pariser Modemarke Chloé bis heute beliebt und – um es gleich vorweg zu sagen: Diese Erwartungshaltung löst Chloé auch in der Herbst/Winter-Kollektion für 2015/16 ein. Denn, der Herbst steht schon früher vor der Tür, als vielen lieb sein mag und bringt neben kälteren Winden glücklicherweise auch etwas Positives mit sich: Die Herbst/Winter Looks der Designer können endlich auch auf den Straßen der Metropolen ihren großen Auftritt bekommen. Schicke Jacken und warme Hosen kommen endlich vom Runway direkt auf die Straße. Wir haben für euch einen Blick in das brandaktuelle Lookbook von Chloé geworfen und berichten für alle Modeliebhaber von den heißesten Stücken, den schmeichelndsten Stoffen und den verspieltesten Looks direkt vom Runway. Alles was ihr über diese Kollektion wissen müsst, lest ihr hier in zehn Punkten. Los geht’s!

Punkt 1: Die Stoffe und das Material

Keine Überraschungen warten auf uns in Punkto Verwendung der Stoffe und das ist auch gut so. Denn Chloé ist bekannt für schmeichelndes Material, das perfekt auf der Haut liegt und die femininen Formen der modernen Frau sanft umspielt, betont oder kaschiert: Gut das diese Tradition auch im Runway für die Herbt/Winter-Kollektion 2015/16 von der neuen Creative Directorin seit 2011 Claire Waight Keller weitergeführt wird. Claire Waight Keller knüpft so an die einstige Vision der einstigen Chloé-Gründerin Gaby Aighton an und setzt damit auf klassische Eleganz in Sachen Stoffauswahl. Konkret werden feinste Materialien wie Samt, Satin oder Seide verwendet. Aber auch Materialien wie Messing und Kalbsleder kommen bei Claire Waight Keller zum Einsatz. Kalbsleder ist in der Modeindustrie besonders beliebt wenn es an die Verarbeitung von Übergangsmode geht, es hält warm, glänzt schön, wenn es gegerbt wurde, und ist besonders sanft und schmeichelnd im Tragekomfort. Doch der Stoff, der in dieser Kollektion wohl die meiste Anwendung findet und daher auch den Look des Herbst/Winters bei Chloé dominiert, ist: Crepe de Chine. Doch was ist Crepe de Chine? Dieses Material besteht ebenfalls aus Seide, es ist genauer gesagt eine Seidenstoffart, die ganz wundervoll weich fällt und durch ihren hohen Glanzfaktor auffällt. Die Oberfläche fällt weich am Körper, ist besonders knitterarm und schimmert sanft. Das zarte Gewebe der Seidenstoffart ist besonders dicht und daher nicht durchsichtig. Mit anderen Worten: Crepe der Chine ist alles das, was Chloé verkörpert. Es überrascht daher wenig, dass er zum beliebtesten Material der Kollektion geworden ist.

Punkt 2: Die Farben

Auch die Auswahl der Farben ist ganz und gar eines: Chloé. Wer grelle Neonfarben oder gewagte Farbkombinationen sucht, der ist bei Chloé definitiv an der falschen Adresse. Vielmehr setzt die Herbst/Winter-Kollektion 2015/16 auf das genaue Gegenteil: Pastelltöne, Schwarz, Weiß und tiefes Azurblau, sanftes Hellblau oder aussagekräftiges Dunkelblau dominieren die Farbauswahl des aktuellen Runway. Insgesamt zeichnet sich die Kollektion durch eine zurückhaltende Farbwahl mit dezenten Eyecatchern aus. Doch wer jetzt etwa fälschlicherweise annimmt, dass Chloés Konzept langweilig sei, muss das Farbkonzept in Kombination mit Schnitten, Mustern und Stoffauswahl sehen – denn bei Chloé fügt sich Farbwahl mit verspielten Schnitten und dezenten Details zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Kurz: Hier beherrscht jemand seine Kunst. Besonders auffallend sind die verschiedensten Variationen an Blautönen, die in dieser Kollektion zum Einsatz kommen und mit verschiedenen Farben wie Weiß, dunklem Rot oder Schwarz eine modische Beziehung eingehen. Aber auch Weiß und Schwarz sind bei Chloé diesen Herbst und Winter ein gut eingespieltes Paar, das fast untrennbar scheint. Wobei, wenn einer der beiden seinen eigenen Auftritt bekommt, sie ebenfalls einen glänzenden Runway hinlegen. Ein Seidenkleid komplett in Weiß mit verspielten, flatternden Details am Oberkörper und kleinen Goldknöpfen ist bespielsweise eines der der Highlights der Kollektion.

All hooded up – eine Hommage an den Kapuzenpulli

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Kapuzenpullover, Hooded Sweater, Hoodie – nenn es, wie du willst. Wir alle besitzen ihn, lieben ihn, tragen ihn, fühlen uns wohl in ihm. Er ist der Inbegriff von Loungewear. Er ist bequem, unkompliziert und simpel. Er ist Generations- und Kultur-übergreifend akzeptiert. Er ist ein Kleidungsstück, wie es kaum ein zweites auf der Welt gibt. Zeit für eine Hommage an den Hoodie.

Wir stehen morgens zum Joggen auf, ziehen uns die Trainingshose an, schnüren die Schuhe zu und ziehen die Kapuze des Hoodies über. Wir liegen abends geschafft auf der Couch und entspannen uns, gemütlich eingepackt im Hoodie. Wir sitzen in der Schule, in der Uni, ja vielleicht sogar auf Arbeit und tragen unseren Hoodie. Die denkbaren Situationen, in denen wir dieses Kleidungsstück tragen, sind nahezu zahllos. Und obwohl der Kapuzenpulli unumstößlich als absolut jugendliches Kleidungsstück gilt, hat er – man glaubt es kaum – bereits einige Jahre auf seinem modischen Buckel.

Die Geschichte des Hoodies, wie man ihn heute kennt, beginnt in den 1930er Jahren. Es war die bekannte Sportswear-Marke Champion, die den Hooded Sweater vor rund 80 Jahren auf den Markt brachte. Wie so oft entwickelte sich der Hoodie von einem rein zweckmäßigen Kleidungsstück zu einem Teil, welches heute gerade durch seinen besonderen, unvergleichlichen Look besticht. Die ersten Kapuzenpullis fertigte Champion für die New Yorker Arbeiter. Der Hoodie sollte vor allem gegen die niedrigen Temperaturen in kalten Lagerhallen und Tiefkühllagern schützen. Erst später wurden seine geradezu perfekten Eigenschaften zum Joggen an kühlen Tagen von Sportlern entdeckt. Der bloße Fakt, dass Silvester Stallone den Hoodie in den Filmklassikern der Rocky-Serie trug, schraubte seine Popularität weiter in die Höhe, sodass das Kleidungsstück auch über die Grenzen der USA hinweg seine Fans fand.

Seine Verwendung als modisches Accessoire ist jedoch vor allem der HipHop-Kultur der 80er und 90er Jahre zu verdanken, deren Angehörige den Kapuzenpulli vor allem aus Style-Gründen trugen. Schließlich wurden selbst bekannte Designer auf den bis dato nicht unbedingt als High Fashion bekannten Hoodie aufmerksam. So hielt das Kleidungsstück auch Einzug in die Kollektionen von Tommy Hilfiger, Calvin Klein oder Armani – seiner Beliebtheit auf den Straßen tat dies jedoch bis heute keinen Abbruch. Vielmehr war das genaue Gegenteil der Fall, sodass sich der Hooded Sweater, ganz ähnlich wie etwa die Jeans, als eine Art Universal-Kleidungsstück etablieren konnte und Einzug in ALLE gesellschaftlichen Schichten und Gruppen hielt.

Unlängst produzierten nämlich auch Universitäten ihre eigenen Hoodies und bedruckten sie mit ihren eigenen Wappen und Logos, die Street-Kids liebten die Teile nach wie vor und auch bei der Mittelschicht konnten sich die Pullover mehr und mehr als Alltagsmode durchsetzen. Nichtsdestotrotz sah sich der Hoodie zeitweise wie kaum ein anderes Kleidungsstück starker Kritik ausgesetzt. Gerade in seinem Heimatland, den USA, wurde der Kapuzenpulli häufig von vermeintlichen Verbrechern getragen, weil man glaubte, sich mit einem Hoodie besser vermummen zu können. Eine gar politische Dimension nahm das Ganze an, als im Februar 2012 der 17 jährige Afroamerikaner Trayvon Martin im US-Bundesstaat Florida erschossen wurde, weil er unter anderem wegen seines Hoodies „verdächtig“ wirkte. Als Reaktion darauf protestierten im ganzen Land Jugendliche demonstrativ in Kapuzenpullovern gegen Rassismus. Zudem twitterten zahlreiche NBA-Stars Fotos von sich in Hoodies um ihre Solidarität mit Martin auszudrücken. Selten erhielt ein einzelnes Kleidungsstück eine derart große gesellschaftliche Bedeutung. Der Hoodie – gestern noch „Verbrecherkluft“ abgestempelt – wurde plötzlich zu einem symbolträchtigen Statement.

Man sieht, die Geschichte des Hoodies ist nicht nur die eines einfachen Kleidungsstücks. Er ist umstritten, geliebt und gehasst. Was aussieht, wie ein ganz normaler Sweater mit Kapuze, hat eine Bedeutung erlangt, die weit über den bloßen Mode-Faktor hinausgeht. Er ist ein unverzichtbares Sport-Utensil, ein unersetzliches Stück Freizeitmode und ein Symbol für eine ganze Protestbewegung. In diesem Sinne: Keep the Spirit alive!

Mütze, Handschuh, Schal – das magische Trio

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Beim letzten Mal haben wir bereits ausführlich darüber gesprochen, was es beim Kauf und dem Tragen des richtigen Schals für die kalten Tage zu beachten gilt. Zum überlebenswichtigen Zubehör zur Winterjacke gehört aber nicht nur der Schal, sondern auch seine ständigen Begleiter: die Mütze und die Handschuhe. Diese sind mindestens genauso wichtig wie der Schal und wollen deshalb auch wohl überlegt zur Jacke ausgewählt werden. Für nicht wenige ist das Jonglieren mit all dem winterlichen Woll-Equipment eine echte Hürde – Zeit für ein paar verlässliche Hilfestellungen.

Die Handschuh-Problematik…

…ist eigentlich gar keine. Tatsächlich kann das Handschuhe-Kaufen und -Tragen sogar mit richtig viel Spaß verbunden sein. Absolut angesagt sind gestrickte Wollhandschuhe im Tier-Look. Problematisch bei solchen Spielerein: Der Look-Bonus garantiert nicht automatisch auch für eine hohe Qualität der Stücke, sondern spart meistens sogar daran. Deshalb sind solche Fun-Teile eher für gemäßigte Temperaturen, als für den tiefsten Winter geeignet. Zudem handelt es sich bei ihnen meist um Fäustlinge, deren „Greif-Problematik“ viele Leute regelmäßig in den Wahnsinn treibt. Die Alternative: ein paar schneidige Lederhandschuhe. Doch Vorsicht: Lederhandschuhe zur Lederjacke – das kann schnell etwas ZU sehr nach Biker aussehen. Wer die Gefahr des Material-Overkills (ähnlich bei der Kombination von zu vielen Denim-Kleidungsstücken) beim Leder vermeiden will, der kombiniert Lederhandschuhe nur zur Stoffjacke.

Die Mützenfrage…

…lässt ebenfalls viel Spielraum zu. Positiv ist, dass Mützen im Gegensatz zu vielen anderen Kleidungsstücken nicht von einem Trend zum nächsten hetzen. In der Regel ist man mit der Wahl einer neuen Mütze für die nächsten ein bis zwei Jahren ausreichend bedient. So ganz ohne „in“ und „out“ geht es aber dann doch nicht. Jeder weiß: noch immer sind die langen Schlumpf-Mützen der Renner. Vielleicht sogar schon etwas zu sehr. Frischer Wind kommt dagegen durch „normale“ Mützen mit oder ohne Umschlag ins Spiel, die jedoch nicht mehr bis zur Stirn heruntergezogen, sondern locker auf dem Kopf getragen werden. Wer noch nicht unter extremen Geheimratsecken leidet, der darf gerne auch Haaransatz unter der Mütze zeigen. Eher vorbei sind in diesem Winter die Pudel- bzw. Scheuklappenmützen mit Bommel und Bändchen an den Seiten. Dann sollte man doch lieber zur traditionellen Bommelmütze ohne Schnickschnack greifen oder was ganz ausgefallenes wie Caps mit integrierten Ohrenschützern wählen.

Das Farbspektrum…

ist natürlich unbegrenzt. Im Prinzip entscheidet der eigene Geschmack, insofern ist es Quatsch, einen bestimmten Farbton den anderen vorzuziehen. Jedoch achtet der erfahrene Modemensch darauf, dass Handschuhe, Mütze und Schal aufeinander abgestimmt sind. Wer allen Ärgernissen aus den Weg gehen will, greift zu entsprechenden Sets, wie man sie bei H&M, Zara und Co. bekommt – das mag die einfachste Lösung sein, vielleicht aber auch eine etwas langweilige. Die große Kunst liegt schließlich darin, selbstständig die passenden Stücke zu finden und zu kombinieren. Die Klassiker sind natürlich Grau-, Braun- oder Cremetöne, etwas moderner und flippiger sind dagegen Sets in auffallend kräftigen Marineblau, Orange oder Rot. Aber aufgepasst, hier kommt wieder die alte Frage nach der richtigen Jacke ins Spiel. Gerade die Farbe der Jacke entscheidet häufig darüber, welche Accessoires in puncto Mütze, Schal und Handschuh am besten passen. Am besten eignet sich der Gegensatz: Wenn die Jacke etwas zurückhaltend ist, kann man beim „Zubehör“ ruhig die Sau rauslassen. Ist die Jacke jedoch selbst schon ein Hingucker, kann man bei dem Rest ruhigen Gewissens etwas runterfahren und den Chill-Modus anwerfen.

Ihr seht: Die richtige Jacke kommt selten allein. Wer sein Weihnachtsgeld in eine neue Jacke investieren will, sollte die Frage nach den passenden Winter-Accessoires stets im Hinterkopf und ein paar Euros dafür in der Tasche behalten. Nichts kann den coolen Look einer Jacke so schnell zunichtemachen, wie eine absolut unpassende Mütze oder ein Schal, der völlig aus dem Rahmen fällt. Der Spezialist hingegen kennt sich aus, kombiniert klug und entscheidet richtig.

Eine Wissenschaft für sich: der Schal zur Jacke

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Jacken trägt man an kalten Tagen selten alleine. Häufig kombiniert man sie mit anderen Winter-Essentials wie Mützen, Handschuhen und Schals. Während das „Ob“ meist über jeden Zweifel erhaben ist, gestaltet sich das „Wie“ hingegen für Viele schon schwieriger. Tatsächlich scheinen gerade bei Schals die wenigsten zu wissen, wie wichtig die Wahl der richtigen Farbe und des Musters für das Outfit sein kann. Zudem lässt sich ein Schal auf die unterschiedlichsten Arten binden – ein Fakt, der den meisten unter uns schlichtweg unbekannt zu sein scheint. Wir beantworten wichtigsten Fragen zum Thema Schal zur Jacke – damit auch die zweite Hälfte dieses Winters kein modisches Desaster wird.

Welcher Schal soll es sein?

Die Frage danach, wann welcher Schal zu welchem Outfit getragen werden soll, lässt sich natürlich nicht so eindeutig beantworten. Zum perfekten Winteroutfit gehört natürlich ein schicker Wollschal, grobmaschig gestrickt ist dabei ebenso akzeptiert wie die gefilzten, „glatten“ Exemplare. Während die grob gestrickten meist einfarbig sind, ist hier die Kombinationsproblematik zur Jacke relativ schnell zu lösen: Graue und schwarze passen gut zu dunklen Jacken oder Mänteln, aber auch Hell-/Dunkel-Kombinationen sind durchaus denkbar. Dies ist eine Frage der Auffälligkeit. Ein knallgrüner Schal zur knallroten Jacke? – Auch das ist durchaus denkbar, wenn man es selbstbewusst präsentieren kann.

Schwieriger wird es da bei gefilzten oder Kaschmir-Schals. Klassiker-Modelle wie der Burberry-Schal mit seinem berühmten Karomuster können nicht zu allen Jacken getragen werden. Hier eignet sich am besten eine Kombination mit einem Mantel, in dem sich mindestens eine Farbe des Schal-Musters wiederfindet. Wenn der Schal jedoch bereits ein Muster hat, dann sollte die Jacke möglichst schlicht designt sein: Muster und Muster? – Leider selten eine gute Wahl.

Zudem gibt es zahlreiche Sonderformen wie den Schlauchschal, Schaltücher oder die traditionelle, edle Variante aus Kaschmir. Für diese gelten im Prinzip dieselben Kombinationsregeln, wie auch für die anderen Arten. Der stilbewusste Mensch sollte sich daher sollte sich daher nicht allzu lange an der Frage nach der richtigen Form und Farbe des Schals aufhalten müssen – ganz anders, als wenn es zur Art und Weise kommt, WIE der Schal getragen werden soll.

Knoten rein und fertig – oder?

In jedem Kopf ist es fest verankert: Das Bild des geborenen Grobmotorikers, der sich seinen Schal „bindet“, indem er ihn um den Hals legt und einen Knoten reindreht, so als würde er sich als Geschenk verpacken. Tatsächlich gibt es aber viele verschiedene, elegante Arten, sich die Schal zu binden, einige von ihnen so kunstvoll und aufwendig, dass man die Prozedur schon fast mit dem Krawattenbinden verwechseln könnte.

Zu den simpleren Techniken gehört da noch das einfache Um-den-Hals-Wickeln, bei dem das Ende häufig jedoch meist fixiert werden muss, weil das Teil sonst einfach zu schnell abhaut. Ebenfalls sehr beliebt ist die altbewährte Schlaufentechnik, bei welcher die beiden Enden des Schals aufeinander gelegt werden, sodass eine Schlaufe entsteht, die man dann um den Hals legen und schließlich beide Enden hindurchfädeln kann. Der Vorteil dieser Technik ist der stramme Sitz des Schals, der vor allem bei stürmischem und nasskaltem Wetter ratsam ist.

Dass es wie erwähnt aber auch durchaus komplexer geht, zeigen diverse Youtube-Videos zu undenkbar ausgefallenen Binde-Techniken. Gerade lange Schaltücher mit Mustern schreien förmlich nach kreativen Trage-Formen. So kann der Schal beispielsweise einmal um den Hals gelegt werden. Anschließend wird ein Ende immer wieder in die entstandene Schalschlaufe gesteckt, auf der anderen Seite wieder herausgezogen und wieder hereingesteckt, vorn wieder herausgezogen, hinten wieder hereingesteckt und immer so weiter. Dasselbe passiert dann noch mit dem anderen Ende – und schon hat man die neugierigen Blicke an sich haften.

Möglich ist aber auch, den Schal über Kreuz zu binden – bei entsprechender Länge am besten mehrfach. Der Schal wird dazu einmal um den Hals gebunden, die Enden werden wie ein X übereinander geschlagen, wieder um den Hals gebunden, vorn wieder über Kreuz gelegt und schließlich in die entstehende Schlaufe gesteckt – ebenfalls extravagant und auffällig.

Man sieht also: Einen Schal zu tragen muss keine langweilige Angelegenheit sein. Mit ein bisschen Kreativität lässt sich aus einem 08/15 Tuch oder Schal das perfekte Modeaccessoire zur Jacke machen. Für Leute, die ihren Schal gerne unter der Jacke verbergen, sind natürlich gerade die ausgefallenen Binde-Techniken eher nichts. Da jedoch viele bemängeln, dass das Tragen des Schals unter der Jacke visuell einige Kilos auf den Körper addiert, ist davon ohnehin eher abzuraten.

Der ultimative Trendcheck: Mäntel und Jacken mit Lederärmeln

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Egal, wohin man derzeit schaut, überall sieht man diesen einen Jackentrend, vor dem man die Augen definitiv nicht verschließen kann. Die Kombination aus Stoff und Leder ist der Look der laufenden Saison! Vor allem Stoffmäntel mit Lederärmeln kommen bei den Fashion-Liebhaberinnen besonders gut an! Ein kleiner modischer Kniff, der eine ganze Saison bestimmt? Es ist möglich!

Der Trick ist so simpel, wie überragend revolutionär. Was bereits seit einigen Jahren im Bereich der Streetwear beliebt war, hat mittlerweile seinen Weg in die edle Damenmode gefunden: Die Rede ist von Stoffmänteln mit Ärmeln aus Leder. Die Kombination dieser beiden Materialien, die eigentlich bislang strikt voneinander getrennt verwendet wurden, ist die Fashion-Sensation der Saison. Der neue Trend vereint zwei an und für sich völlig unterschiedliche Looks und verarbeitet sie in einem einzigen Kleidungsstück – genial. War anfangs die Verwirrung über diese modische Neuschöpfung noch allgegenwärtig, sieht man heute Mäntel mit Lederärmeln immer häufiger. Halten wir also fest: Der Trend ist auf jeden Fall angekommen.

Doch wie bereits angedeutet, handelt es sich hier nicht um ein gänzlich neues Phänomen. Bereits seit einigen Jahren waren im Bereich der legeren Herrenmode College- und Baseballjacken populär, die ähnliche Wege gingen. Wetterfeste Jacken aus Baumwolle oder Filz wurden hier mit Ärmeln aus Leder versehen. Dieser Look wurde lange Zeit als fester Bestandteil der Streetwear betrachtet – eine Expansion in andere modische Gefilde schien unwahrscheinlich, ja sogar ausgeschlossen. Offenbar war es über lange Zeit hinweg nicht denkbar, dass eine ähnliche Kombination auch bei der Damenmode funktionieren kann. Zahlreiche Designerlabels sollten uns eines Besseren belehren und Trenchcoats und Mäntel ebenfalls mit den markanten Lederärmeln verzieren.

Das Lederärmel-Konzept auf diese Art von Mode umzumünzen ist frisch, modern und vollkommen neuartig. Die Entscheidung, sich nicht auf einen einzigen Material-Typ zu versteifen, lockert den doch manchmal etwas strengen Look eines Durchschnittsmantels ungemein auf. Die Verwendung von Leder für einzelne Elemente der Jacke sorgt so für eine besondere Note, einen Twist, der ohne gezwungene Farbspielerein auskommt. Vermeintlich unpassende Farben kombinieren kann schließlich jeder dahergelaufene Hinterhofdesigner! Aber verschiedene Materialien zu kombinieren und das Gesamtprodukt trotzdem stimmig wirken zu lassen – das ist hingegen eine Kunst!

Der einfache Fakt, dass die Kombination aus Stoff und Leder sowohl locker und lässig als auch edel wirken kann, macht den Trend zu einer Win-Win-Situation für Modeinteressierte jeder Fasson. Wer auf den locker-legeren Look steht, liebt die Collegejacken mit Lederärmeln, wer es klassisch und edel mag, greift zu den Mänteln. Dass wir es hier zudem mit einem Trend zu tun haben, mit dem sowohl Frauen als auch Männer etwas anfangen können, ist ein weiterer positiver Effekt, auf den die große Beliebtheit zurückzuführen ist.

Die Version von Zara siehst du in diesem Video.

Gerade die Damen der Schöpfung werden außerdem darüber erfreut sein, dass der Style für jede Geldbeutel-Größe verfügbar ist. Wer es gerne exklusiv mag, greift zum todschicken Zweireiher-Mantel mit Lederärmeln von Burberry für rund 1800 Euro, Sparbüchsen hingegen werden die erschwinglichen Stücke aus dem Zara-Sortiment (ca. 150 Euro) nicht weniger lieben.

Stoffjacken mit Lederärmeln – ein Trend wie Tierbabys: Muss man lieben, muss man gut finden, kann man nicht weggucken. Er bietet genügend Abwechslung um für Frauen und Männer interessant zu sein – unabhängig davon, welchen Modegeschmack man hat. Er ist kreativ, verspielt und ein echter Hingucker. Er ist neu, aufregend und frisch. Und er ist – und das ist heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr – für jeden Geldbeutel erschwinglich. Also: Geht raus, durchforstet die Läden, kleidet euch ein. Wichtig ist, dass der Style zusammenpasst. Man sollte beispielsweise ein Gespür dafür entwickeln, welche Herrenschuhe mit welcher Jacke kombiniert werden können und wie sich dies in das Gesamtoutfit integriert.

Mit Mänteln und Jacken mit Lederärmeln kann man in diesem Winter nicht viel falsch machen – versprochen!

Die besten Funktionsjacken-Marken

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Die Mode-Liebenden dieser Welt wissen, dass Look wichtig ist. Sie wissen aber auch, dass Look alleine nicht alles ist. Eine gute Jacke braucht eine gehörige Portion Qualität, sie braucht die Stärke, Wind und Wetter zu trotzen, sie braucht Robustheit. All diese Faktoren ergeben in ihrer Gesamtheit ziemlich hohe Ansprüche an eine ordentliche Jacke, gerade in kalten Wintermonaten. Vor allem die Outdoor-Freaks unter uns legen an eine Jacke ganz andere Maßstäbe als der 08/15 Mode-Fan. Aus diesem Grund haben wir die Creme de la Creme der Marken herausgesucht, die vor allem mit ihren Qualitäten bei Outdoor-Jacken glänzen – natürlich ohne den Blick für das Optische zu verlieren.

Jack Wolfskin

Jack Wolfskin ist der wohl größte deutsche Name, wenn es um hochwertige Funktionsjacken geht und auch weltweit eine akzeptierten Outdoormarke. Das Tatzenlogo – bekannt und beliebt. Die Qualität – erwiesenermaßen vom allerfeinsten. Im Vergleich zu anderen Outdoormarken hat Jack Wolfskin jedoch das Nachsehen, wenn es zur „Hipness“ der Marke kommt. Zwar steht der Look neutral betrachtet dem der Mammut-Jacken in kaum etwas nach, gleichzeitig jedoch wird Jack Wolfskin oft nur von Outdoor-Menschen zu Outdoor-Zwecken getragen. Aus reinen Style-Gründen greifen viele daher eher zu anderen Marken. Definitiv ein Manko, wenn auch ein sehr schwer nachvollziehbares. Vielleicht mal die PR-Strategie überdenken und sich ein jüngeres Image zulegen, liebe Jack Wolfskin-Menschen?

Mammut

Mammut ist eine bekannte Schweizer Traditionsmarke für Outdoorausrüstung. Das bestens bekannte Logo – ein Schwarzer Mammut auf rotem Kreis – ist das Erkennungsmerkmal der Qualitätsmarke aus dem Alpenland. Bei Bergsteigern, Kletterern und Extremsportlern ist Mammut extrem beliebt. Das ist kein Wunder, denn immerhin wird bei dem Konzern sorgsame Fertigung, Innovation und eben Qualität groß geschrieben. Doch während andere an diesem Punkt Halt machen, wird bei Mammut zusätzlich noch auf einen ansprechenden Look geachtet. Verspielte Farbkombinationen oder Patch-Muster überraschen und machen deutlich: Hochwertigkeit und gutes Aussehen schließen einander nicht aus. Kleiner Wehmutstropfen: Die zahlreichen Pluspunkte schlagen sich natürlich auch im Preis der Jacken nieder. Bis zu 500 Euro kann da eine ordentliche Mammut-Jacke schon mal kosten.

The North Face

Das Label The North Face ist – und das kann man wohl mit voller Überzeugung sagen – DIE Outdoormarke schlechthin, und zwar in allen Belangen. Die Qualität – ungeschlagen. Die Preise – extravagant. Der Look – famos. The North Face ist so etwas wie die Designer-Marke unter den Outdoor-Labels, das Versace unter den Funktionsjacken. Dazu kommt der Fakt, dass Jacken von the North Face seit jeher eben nicht nur für Bergsteiger und Alm-Öhis interessant sind, sondern auch einfach unglaublich hip sind. Echte Must-Haves wie die stylischen Parkas mit Fellkragen sind extrem populär und wurden bereits von einigen Celebreties gerockt: Wer erinnert sich nicht mehr an Eminems großartige Musikvideos, in denen die exquisiten Hingucker-North-Face-Jacken von ihm und seiner Crew gerockt wurden? Wie viele Promis von Angelina Jolie bis Barack Obama haben sich bereits in North Face-Jacken in der Öffentlichkeit gezeigt? Und wer hat sich jemals über die Qualität der der Produkte beklagt? – Richtig, niemand!

Wellensteyn

Dieses Label ist das derzeit angesagteste deutsche Outdoor-Label. Wellensteyn, ein Unternehmen mit Sitz in Norderstedt, wenige Kilometer nördlich von Hamburg, rollt derzeit den Markt auf. Zwar lässt sich die Kleidung grundsätzlich ins Segment der Outdoormode einordnen, sieht jedoch dermaßen gut aus, dass die Grenzen hin zu rein aus ästhetischen Gründen gefragter Mode fließend sind. Bedeutet: Wellensteyn-Jacken sind so perfekt designte Outdoor-Stücke, dass sie genauso gut als hochwertige Ready-to-wear-Mode betrachtet werden können. Erkennungsmerkmal ist das weiße Kreuz auf rotem Grund. Die Modelle sind simpel und einfach mit Namen wie „Helicopter Jacke“, „Eismantel“ oder „Apollo“ bedacht und genügen selbst höchsten Qualitätsansprüchen – wie sie eben im stürmischen Norden Gang und Gebe sind. Auch hier gilt jedoch, wie so oft bei Funktionskleidung, dass sich die Preise in ziemlich hohen Sphären befinden. Gerade für ein Modell, wie die unglaublich ausgefallene Helicopter-Jacke bezahlt man schon gut und gerne mal 550 Euro. Dafür bekommt man dann aber auch Funktionsmode auf nie dagewesenen neuen Level. Unbedingt abchecken!

Nach oben scrollen