Auffallende Muster, fulminanter Gesamteindruck: Chloés Fall/Winter-Kollektion 2015/16 Teil 3

Da wir es kaum erwarten können, die finalen vier Punkte der Chloé Fall Winter 2016 – Kollektion für den kommenden Herbst und Winter zu bewerten – kommen wir direkt zum Punkt, das heißt, genauer zum nächsten Punkt unserer fabulösen zehn Punkte Reihe. Nachdem wir einen genaueren Blick auf Farben, Stoffe, Schnitte, Accessoires und Details der Kollektion geworfen haben, geht es jetzt weiter mit Punkt sechs der Reihe: Wir schauen uns die Muster für Herbst/Winter genauer an. Wir wünschen neue spannende Einblicke in die Kollektion. Weiter geht’s!

Punkt 7: Die Muster der Chloé Fall Winter 2016 Kollektion

Um es gleich vorneweg zu sagen: Viele Muster bietet diese Kollektion nicht. Das französische Label setzt vielmehr auf eine einheitliche Farbwahl und schlichte Verspieltheit. Die Mehrzahl der präsentierten Outfits auf dem diesjährigen Runway sind bei Chloé einfarbig gehalten – meist in Pastelltönen, in Schwarz, verschiedenen Blautönen, Beige oder Weiß. Umso mehr fallen die Looks mit Mustern aus dem Rahmen – denn es gibt sie. Besonders auffällig im Muster ist diese Saison bei Chloé ein gerade hochgeschnittener, hinten geschnürter Bleistiftrock in Kalbsleder mit Leopardenmuster. Wir sagen: Extravagante Kombination! Auffällig gemustert ist außerdem ein blaues Seidenkleid, die auf am Oberkörper in hellblauen und rosa Pastelltönen colourblocked. Wie aus dem Zirkuszelt wirkt hingegen eine flatternde Satinhose mit großen, seitlichen Streifen in kräftigem Blau und Schwarz. Überhaupt sind breite Streifen diese Saison nicht nur bei Chloé total en Vogue.

Punkt 8: Der Lieblinslook

Es fällt nicht leicht aus dieser Kollektion einen besonderen Look herauszufiltern – jedes der präsentierten Outfits für diesen Herbst und Winter trägt auf seine Art und Weise den Spirit des französischen Labels Chloé. Ein vielleicht nicht ganz straßentauglicher Look hat es mir aber besonders angetan. Ein geradliniges Seidenkleid in zurückhaltendem Beige wird kombiniert mit einer edelstahlbesetzten Kette, die über das Seidenkleid gelegt wird. Das ist super extravagant, vielleicht zu extravagant für die Straße? Der Look aber hat es gerade dadurch zum Lieblinslook der Kollektion für den Herbst und Winter geschafft. Man stelle sich allein das Funkeln der Edelstahlkette im nassgrau des hereinbrechenden Winters vor!

Punkt 9: Das Must-Have der Kollektion

Das Must-Have der Kollektion ist eine ebenso schwere Angelegenheit, wie den Lieblingslook für Herbst und Winter von Chloé zu bestimmen. Dennoch: ein Must-Have hat sich durchgesetzt, das auf den ersten Blick vielleicht nicht das auffälligste Teil der Kollektion ist, durch Farbe und Linienführung aber ebenso besticht, wie durch seine Kombinationsfähigkeit. Um euch nicht länger auf die Folter zu spannen: Das Must-Have der Kollektion ist: … Eine hochtaillierte Wollhose im Marleneschnitt. Sie überzeugt durch kräftiges und doch gut kombinierbares Dunkelrot, den Tragekomfort durch die Materialwahl und vorallem den Hauch von Vintage, den die Hose der Trägerin verleiht. Trotz schlichtem Schnitt und Einfarbigkeit setzt die Hose den richtigen Akzent, umspielt gerade wegen des Schnitts, der an einen Hosenrock erinnert, die Beine der Modeliebhaberinnen sanft, betont durch die hohe Taillensetzung gar noch die langen Beine der Modemetropolen-Fashionistas. Wir sagen: Vielen Dank Chloé für diesen Geniestreich der Modeschöpfung – ein Glanzstück für den grauen Winter, das in jeden Schrank gehört, die Beine warm hält und einfach zu allem kombinierbar ist.

Punkt 10: Der Gesamteindruck

Voilá – das war die Chloé Fall Winter 2016 der französischen Luxusmarke Chloé. Was bleibt zu sagen? Chloé setzt seit sechzig Jahren Standards in eleganter, verspielter, sanfter Frauenmode. Wir hatten schmeichelnde, zarte Herbst/Wintermode erwartet. Die Kollektion hat diese Erwartungen erfüllt. Pastelltöne, Blauvariationen und schwarz/weiße Colourblocks umspielen in Seide, Satin oder Samt die zarten Hüften ihrer Trägerinnen. Verspielte Kombinationen werden mit strengen Schnitten und kleinen Details gebrochen und offenbaren die Meisterschaft von Creative Director Claire Waight Keller. Danke Chloé für dieses vielversprechende und vor allem auch tragbare Design!

Verspielte Schnitte, kunstvolle Kombinationen: Chloés Fall/Winter-Kollektion 2015/16 Teil 2

Der Herbst ist vorbei und erlaubt uns das, was wir lange ersehnt haben: Die aktuellsten Stücke der Designer endlich auch auf ihre Straßentauglichkeit zu testen. Die heißesten Stücke können nun endlich aus dem Schrank geholt und aufgetragen werden. Direkt vom Runway berichten wir euch von der Herbst/Winter-Kollektion 2015/16 des Pariser Modehauses Chloé. In zehn Punkten lest ihr alles, was ihr über diese schicke Kollektion wissen müsst. Weiter geht’s mit Punkt drei unserer Reihe: Den Schnitten.

Punkt 3: Die Schnitte

Wir haben bisher festgestellt: Die Farben sind dezent, die Stoffe sanft – und die Schnitte? Auch die Schnitte werden ganz dem Stil des Pariser Luxusunternehmens gerecht: Sie schmeicheln femininen Formen, betonen Eleganz und Weiblichkeit und sind dabei ganz nebenbei Dank der Stoffauswahl super angenehm aufzutragen. Ganz im Spirit der Gründerin von Chloé – der Ägypterin Gaby Aighon – scheinen die diesjährigen Schnitte absolut den Flair der Straßen Paris‘ widerzuspiegeln: verspielt, dezent elegant und trotzdem immer mit einem Hauch Extravaganz. Neben flatternden Tüllröcken, die an der Hüfte ausgestellt werden und so weibliche Rundungen an Po und Oberschenkel betonen, setzt Chloé diesen Herbst und Winter allerdings auch auf gerade Schnitte, die zwar die Silhouette der Frau betonen, gleichzeitig aber auch ein wenig Strenge symbolisieren. Zugeknöpfte Blusen und die Betonung der Schultern durch kleine Details im Schnitt, unterstreichen diesen Eindruck. Genauso wie eine Mehrzahl der Herbstkleider fallen auch die Wintermäntel durch gerade Liniensetzung auf.

Punkt 4: Die Kombinationen

Doch erst die Kombination aus Schnitt, Stoff, Muster und Farbwahl, offenbart die wahre Meisterschaft einer Kollektion. Hier zeigt sich, ob der Designer sein Handwerk beherrscht oder nicht. Für diese Kollektion gilt: Chloé und allen voran Claire Waight Keller beherrscht die Kunst des Modeschöpfens nicht nur, sie spielt damit. So werden strenge Schnitte mit sanften Stoffen, wie Satin, Seide oder Samt aufgelockert. Umgekehrt spielt Claire Waight Keller kunstvoll mit Kombinationen, wenn strenge Farbkombinationen aus Schwarz/Weiß mit verspieltem Tüll aufgelockert werden und im selben Augenblick durch die strenge Linienführung des weißen Blazers wieder zurückgenommen werden. In drei weiteren Looks wird eine hochgeschlossene Bluse mit strengem Kragen durch transparente Blusenärmel mit gepunkteten Details erst so richtig interessant. Genauso wie Farbkombinationen aus Weiß und tiefem Dunkelrot weibliche Verruchtheit mit verspielten Details in Beziehung setzen.

Punkt 5: Die Accessoires

Schlichte Verspieltheit zieht sich durch die Linie von Chloé und so ist die Auswahl der Accessoires vor allem eines: Schlicht. Beziehungsweise: Schlicht und ergreifend kaum vorhanden. Akzente setzt die französische Luxusmarke mit Umhängetaschen, großen Shoppern in schwarz/weiß oder einer Handtasche, die dezentes Grün mit extravagantem Material mischt: Straußenleder kommt für die Tasche „Baylee“ zum Einsatz. Kombiniert wird die türkisgrüne Tasche aus Straußenleder mit einem dunklen Look aus Seidenkleid und Wollmantel. Kleines Detail des Outfits ist ein weißer Blusenkragen, der aus dem dunkelblauen Seidenkleid aufblitzt und den dunklen Look bricht. Womit wir auch schon bei unserem nächsten Punkt der Kollektion wären: Die Details – meist klein aber fein!

Punkt 6: Die Details

Details setzt Claire Waight Keller in der Kollektion Herbst/Winter 2015/16 beispielsweise mit Applikationen an den Schultern, die den femininen Look von Chloé brechen. Kleine Knöpfe und Schnallen, dezent am Kleid platziert, sind ebenfalls echte Hingucker, zumal sie oft aus Messing gearbeitet sind oder ein andermal Ton in Ton zum Kleid daherkommen und so oft nur auf den zweiten Blick für den aufmerksamen Betrachter sichtbar werden. Nicht oft genug erwähnt werden können die teilweise transparenten Blusen, die mit kleinen Punkten auf den transparenten Armen oder Vorderseiten verspielt Akzente setzen und die Monumentalität mancher Entwürfe der Herbst/Winter-Kollektion von Chloé gekonnt brechen. Bei Mänteln setzt Chloé auf Details wie goldene Knöpfe und Reißverschlüsse.

Chloés Fall/Winter-Kollektion 2015/16 direkt vom Runway

Sanfte Stoffe, dezente Farben

Feminine Schnitte, verspielte Details, schmeichelnde Stoffe – dafür ist die Pariser Modemarke Chloé bis heute beliebt und – um es gleich vorweg zu sagen: Diese Erwartungshaltung löst Chloé auch in der Herbst/Winter-Kollektion für 2015/16 ein. Denn, der Herbst steht schon früher vor der Tür, als vielen lieb sein mag und bringt neben kälteren Winden glücklicherweise auch etwas Positives mit sich: Die Herbst/Winter Looks der Designer können endlich auch auf den Straßen der Metropolen ihren großen Auftritt bekommen. Schicke Jacken und warme Hosen kommen endlich vom Runway direkt auf die Straße. Wir haben für euch einen Blick in das brandaktuelle Lookbook von Chloé geworfen und berichten für alle Modeliebhaber von den heißesten Stücken, den schmeichelndsten Stoffen und den verspieltesten Looks direkt vom Runway. Alles was ihr über diese Kollektion wissen müsst, lest ihr hier in zehn Punkten. Los geht’s!

Punkt 1: Die Stoffe und das Material

Keine Überraschungen warten auf uns in Punkto Verwendung der Stoffe und das ist auch gut so. Denn Chloé ist bekannt für schmeichelndes Material, das perfekt auf der Haut liegt und die femininen Formen der modernen Frau sanft umspielt, betont oder kaschiert: Gut das diese Tradition auch im Runway für die Herbt/Winter-Kollektion 2015/16 von der neuen Creative Directorin seit 2011 Claire Waight Keller weitergeführt wird. Claire Waight Keller knüpft so an die einstige Vision der einstigen Chloé-Gründerin Gaby Aighton an und setzt damit auf klassische Eleganz in Sachen Stoffauswahl. Konkret werden feinste Materialien wie Samt, Satin oder Seide verwendet. Aber auch Materialien wie Messing und Kalbsleder kommen bei Claire Waight Keller zum Einsatz. Kalbsleder ist in der Modeindustrie besonders beliebt wenn es an die Verarbeitung von Übergangsmode geht, es hält warm, glänzt schön, wenn es gegerbt wurde, und ist besonders sanft und schmeichelnd im Tragekomfort. Doch der Stoff, der in dieser Kollektion wohl die meiste Anwendung findet und daher auch den Look des Herbst/Winters bei Chloé dominiert, ist: Crepe de Chine. Doch was ist Crepe de Chine? Dieses Material besteht ebenfalls aus Seide, es ist genauer gesagt eine Seidenstoffart, die ganz wundervoll weich fällt und durch ihren hohen Glanzfaktor auffällt. Die Oberfläche fällt weich am Körper, ist besonders knitterarm und schimmert sanft. Das zarte Gewebe der Seidenstoffart ist besonders dicht und daher nicht durchsichtig. Mit anderen Worten: Crepe der Chine ist alles das, was Chloé verkörpert. Es überrascht daher wenig, dass er zum beliebtesten Material der Kollektion geworden ist.

Punkt 2: Die Farben

Auch die Auswahl der Farben ist ganz und gar eines: Chloé. Wer grelle Neonfarben oder gewagte Farbkombinationen sucht, der ist bei Chloé definitiv an der falschen Adresse. Vielmehr setzt die Herbst/Winter-Kollektion 2015/16 auf das genaue Gegenteil: Pastelltöne, Schwarz, Weiß und tiefes Azurblau, sanftes Hellblau oder aussagekräftiges Dunkelblau dominieren die Farbauswahl des aktuellen Runway. Insgesamt zeichnet sich die Kollektion durch eine zurückhaltende Farbwahl mit dezenten Eyecatchern aus. Doch wer jetzt etwa fälschlicherweise annimmt, dass Chloés Konzept langweilig sei, muss das Farbkonzept in Kombination mit Schnitten, Mustern und Stoffauswahl sehen – denn bei Chloé fügt sich Farbwahl mit verspielten Schnitten und dezenten Details zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Kurz: Hier beherrscht jemand seine Kunst. Besonders auffallend sind die verschiedensten Variationen an Blautönen, die in dieser Kollektion zum Einsatz kommen und mit verschiedenen Farben wie Weiß, dunklem Rot oder Schwarz eine modische Beziehung eingehen. Aber auch Weiß und Schwarz sind bei Chloé diesen Herbst und Winter ein gut eingespieltes Paar, das fast untrennbar scheint. Wobei, wenn einer der beiden seinen eigenen Auftritt bekommt, sie ebenfalls einen glänzenden Runway hinlegen. Ein Seidenkleid komplett in Weiß mit verspielten, flatternden Details am Oberkörper und kleinen Goldknöpfen ist bespielsweise eines der der Highlights der Kollektion.

Den Zwiebellook richtig anwenden – unschätzbare Tipps für die kalten Tage

So hart es vielleicht klingen mag – aber irgendwann ist jeder Sommer mal vorüber und wie jedes Jahr, wenn die Temperaturen langsam nach unten gehen und Herbst und Winter wiederkommen, wird der Zwiebel-Look wieder aktuell. Natürlich werden damit auch zahlreiche Fragen akut, die es zu beantworten gilt: Was genau meint nun der Begriff Zwiebel-Look? Was sollte man auf welche Art und Weise tragen? Welche Regeln gilt es zu beachten? Welche Fehler gilt es zu vermeiden? Fragen über Fragen – doch wir haben die Antworten!

The North Face Jacke 2015

The North Face Jacke von Zalando, ca. 360 €

Im Grunde genommen bedeutet der Begriff „Zwiebellook“ einfach, dass an sehr kalten Tagen mehrere Schichten von Kleidung getragen werden, die sich aber möglichst leicht öffnen bzw. ablegen lassen – wie die Schichten einer Zwiebel. Vor allem für frostbeulige Frauen wird der Zwiebellook im Winter wichtig, was jedoch nicht bedeutet, dass sich nicht auch die Männer ein paar nützliche Tipps von der Damenwelt abgucken können.

Wichtig ist, dass man trotz mehreren Kleidungsschichten möglichst wenig aufgebläht oder rundlich aussieht. Der Trick ist, Stücke zu kombinieren, die an und für sich dünn, leicht und knapp geschnitten sind, in ihrer Gesamtheit aber für genügend Wärme sorgen. Bei der äußersten Lage kann dann ein etwas weiteres Stück zum Einsatz kommen. Es gilt unbedingt zu vermeiden, die äußerste Schicht (die meistens aus einem Mantel oder einer Jacke besteht) spannt und man damit wir ein Fettkloß wirkt, der nicht mehr in seine Klamotten passt: No-Go Nr. 1 – bitte vor dem Rausgehen vorm Spiegel abchecken!

Was also wird nun unterhalb der äußeren Schicht getragen? Ein feines Shirt oder eine dünne Bluse eignen sich hervorragend – vorausgesetzt sie sind, wenn nötig, gut gebügelt. Schließlich kann die Mode unter ihrer dicken Verpackung schnell knittern: No-Go Nr. 2 – das gilt es zu vermeiden. Gehört eine Strickjacke, ein Blazer oder ähnliches zum Outfit kann es natürlich sehr eng unter der dem Mantel werden, unter Umständen sogar eine Nummer ZU warm. In diesem Fall wird das gute Stück einfach in der Tasche verstaut und wieder übergezogen, wenn der Mantel abgelegt wurde. Nicht vergessen: die Klamotten farblich abzustimmen ist Pflicht. Auf Style zu verzichten, nur weil es kälter wird? – No-Go Nr. 3, denn beides lässt sich perfekt miteinander kombinieren!

Was bereits deutlich geworden sein sollte: je wärmender ein Kleidungsstück ist, desto weiter außen muss es getragen werden, damit es später umso schneller abgelegt werden kann, wenn es notwendig wird. Wer die Strumpfhose unter die Jeans zieht, wird sich möglicherweise im Warmen ärgern, sie nicht mehr ablegen zu können. Daher rät es sich, einfach mehrere Strumpfhosen übereinander anzuziehen – bei Bedarf können die im Bad schnell wieder abgelegt werden. Wer weiß, dass er an der Luft bleibt, kann ein paar dicke Wollsocken tragen und sie gekonnt in den Stiefeln oder Boots verstecken.

Schließlich gilt es noch, kleine Accessoires und Details sinnvoll zu nutzen. Je kälter es wird, umso wichtiger wird ein dicker Schal. Auch er kann natürlich schnell abgelegt werden, wenn es ins warme Büro geht. Im Herbst oder an kühleren Frühlingstagen reicht oftmals noch ein zur Jacke passendes Tuch. Viele Frauen weigern sich Mützen zu tragen und riskieren lieber eine Hirnhautentzündung, wenn sie mit halbherzig geföhnten Haaren bei minus zehn Grad vor die Tür gehen: No-Go Nr. 4, denn Bommelmütze, Beanie, oder Ohrwärmer gibt es allesamt in stylischen Versionen und sind daher unverzichtbar! Keine Ausreden! Auch an Handschuhen sollte man nicht sparen, passend zum Outfit können sie echte Hingucker sein. Auf schöne Stiefel zu verzichten, nur weil es draußen matschig ist oder Schnee liegt? – Nichts da! Auch hier soll der Look nicht in den Hintergrund rücken. Wichtig ist aber, darauf zu achten, dass man hier mit den dicken Socken noch gut herein passt und diese gut verdeckt werden. So haben die Füße sogar ihren eigenen kleinen Zwiebellook.

Ihr sehr also: Sich in der kalten Jahreszeit effektiv und gleichzeitig stilvoll zu kleiden ist keine Wissenschaft. Und das Beste daran ist, dass diese Regeln zeitlos sind. Egal, welcher Trend gerade angesagt ist, mit der Zwiebel lässt sich alles irgendwie vereinen. Und wenn nicht, dann… Naja, man muss ja auch nicht jeden Quatsch mitmachen.

Hochwertige Jacken und Mäntel für Damen

Jacken oder Mäntel sind ideale Begleiter für das ganze Jahr. Wer es eher sportlich mag, greift in der kälteren Jahreszeit zu Winterjacken mit Daunen. Die Zeiten, an denen die Daunenjacke nur im Ski-Urlaub erlaubt war, sind vorbei. Dank der neuen raffinierten Schnitte, tragen Damen Daunenjacken nicht mehr auf und sind auch im Alltag willkommene wärmende Begleiter. Kurzmäntel und Mäntel hingegen sind etwas eleganter. Mäntel haben ihren Auftritt mittlerweile das ganze Jahr. Als leichter Trenchcoat eignen sie sich sowohl für den Sommer als auch für die Übergangszeit, aus feinster Wolle oder gesteppt, sind sie ideal im Winter. Wichtig ist, dass Mäntel immer etwas länger sind als Blazer oder Pullover darunter, damit diese komplett bedeckt werden. Für sportliche Damen und Herren, bieten wir darüber hinaus auch bequeme und funktionale Jacken zum Beispiel aus weichem Softshell.

Zu den Klassikern gehören mit Sicherheit Jeansjacke und Lederjacke. Hochwertige Lederjacken von Peter Hahn werden mit der Zeit dank ihrer Patina sogar immer noch schöner. Aufgrund der enormen Vielfalt bei den Schnitten, findet jede Frau garantiert ihren Favoriten: Schmale Winterjacken, Mäntel in Oversized-Form, Lederjacken im Biker-Stil, lässige Jeansjacken, klassischer Trench, edle Kamelhaar-Mäntel, zarte Jacken aus reinem Kaschmir u. v. m. Für sportliche Aktivitäten sind Softshell Jacken oder leichte Regenjacken ein Muss für Damen und Herren. Für besondere Anlässe stehen außerdem trendige Janker, glamouröse Blazer und Jacken sowie die passenden stilvollen Accessoires beim Spezialisten für Damenmode zur Auswahl.

Wie war das eigentlich mit den Deutschen Bundeswehrjacken?

Neulich, irgendwo in Prenzelberg. Alles wie immer eigentlich, möchte man meinen: Die Sonne scheint. Junge Mamas schieben Retro-Kinderwagen vor sich her. Hippe Medienmenschen sitzen in Eck-Cafés vor ihren MacBooks und geben sich ihren täglichen Latte Macchiato-Einlauf. Während die U2 vorbeidonnert stellen die Second-Hand-Ladeninhaber ihr Sortiment an großen Kleiderstangen nach draußen. Mit dabei: die obligatorischen Bundeswehrjacken in Tarnfarben. Bundeswehrjacken – da war doch mal was!

Und was da mal war – und es ist noch gar nicht mal so lange her. „Uns“ Deutsche erfüllt es ja bekanntermaßen immer mit unglaublichem Stolz, wenn wir für die meist viel cooleren Amerikaner in irgendeiner Weise eine Rolle spielen. Sei es, wenn sie unser Bier und unser Essen vergöttern, wenn sie Heidi Klum ganz toll finden, oder wenn sie ihre Scherzchen über die „cuten“ Lederhosen machen können. So staunten die jungen Hipsters nicht schlecht als sie im Herbst 2010 das „Barbra Streisand“-Video des DJ-Duos Duck Sauce zum ersten Mal sahen. Zu sehen waren zahllose Promis, Musiker und Fashionistas, so auch Funk-Musiker P-Thugg, der stilecht eine olivgrüne Jacke mit schwarz-rot-goldener Flagge am Ärmel trug. Halt, Stopp, dachte man. – Eine Jacke der DEUTSCHEN BUNDESWEHR? Ernsthaft? – Ernsthaft! Und spätestens ab diesem Moment (Gerüchten zufolge existierte der Trend schon eine Weile vorher unter der Oberfläche) brach ein wahrer Sturm los. Der Run auf Bundeswehrjacken war nach diesem Video so sicher wie das Amen in der Kirche. Und er war groß.

Irgendwie ja auch verständlich: Gerade bei deutschen Jugendlichen, wo sich die Beliebtheit der Bundeswehr im Schnitt oft im Keller befindet, war es ein ungleich provokanter Akt, sich ein solches Jäckchen überzustreifen. Und zum derzeit sowieso stattfindenden Hype um den Military-Look konnten die Bundi-Jacken kaum besser passen. Zudem – so viel Ehrlichkeit muss sein – ist der Großteil heutiger jugendlicher Fashion-Victims eine unheimlich unpolitische Masse. „Alles egal“ lautet die Parole. Für etwas einstehen, sich zu etwas bekennen scheint nicht wichtig. Und wenn wir schon dabei sind, können wir die Bundeswehr-Mode, für die wir uns früher geschämt hätten jetzt auch zum bloßen Modeaccessoire degradieren. Gesagt, getan! Ein Trend war geboren.

Wie gesagt, man muss das alles im Kontext sehen. Die Allerwenigsten bis Niemand von denen, die diese Jacken trugen, tat dies aus einer besonderen Verbundenheit mit dem deutschen Militär. Man trug sie vielmehr, weil es cool war, sie zu tragen. Warum wir jetzt darüber sprechen? – Es ist der zeitliche Abstand, der einen das ganze aus der Ferne noch viel Klarer sehen lässt. Deswegen treibt es einem heute ein leichtes Schmunzeln auf die Lippen, wenn man die Teile an den Kleiderbügeln vor den Second-Hand Läden im Prenzlauer Berg hängen sieht. So als warten die Jacken verzweifelt darauf, dass sie noch von irgendwem beachtet oder gekauft werden.

Let’s face it: Der große Run auf die Stücke ist vorbei. Hier von „komplett out“ zu sprechen wäre jedoch überzogen. Bundi-Jacken zu tragen war für Amerikaner wie P-Thugg ein reines Style-Ding und für deutsche Fashion-Victims eine kleine Provokation, die aber mittlerweile gegenstandslos geworden sind. Wer die Teile heute trägt, sieht darin noch immer cool aus. Und wie gesagt, der Military-Look funktioniert heute noch so gut, wie letztes Jahr – und hier fügen sich die Bundi-Jacken nach wie vor perfekt ein. Aber das anfängliche Überraschungsmoment ist wohl aufgebraucht. Wie man die Geschichte fortsetzen könnten? – Nun, wie wäre es, wenn man im nächsten Winter auf Bundeswehr-Socken umsteigt? Davon sieht man zwar etwas weniger, dafür sind sie praktisch und halten beim Rundgang auf dem Weihnachtsmarkt die Füße schön warm. Oder lasst euch doch mal von euren Bundi-Kumpels ein paar Bundeswehrdecken organisieren – die machen sich perfekt beim nächsten BBQ im Stadtpark. Und wenn’s dann abends etwas kühler wird, wird passend dazu die leichte Bundeswehr-Jacke wieder übergezogen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Die Jackentrends im Frühling 2013

Fenster auf, Sonne rein, Jacke an und raus an die frische Luft – es ist Frühling! Endlich, möchte man sagen, findet dieser verdammt trübe, verdammt lange Winter sein Ende. Das heißt auch: Endlich können die dicken Klamotten weggepackt und die fetten Daunenjacken eingemottet werden. Und das heißt: Die erste Frühlings-Shoppingtour steht an! Natürlich zahlt es sich aus, zu wissen, was in diesem Frühjahr angesagt ist, und was nicht. Wir geben eine kleine Hilfestellung.

Von Pastellfarben und Blümchenmustern

Farblich sind Pastellfarben in diesem Frühjahr der Renner! Ein helles Rosa, blasses Pink aber auch Cremefarben funktionieren extrem gut. Sie lassen sich perfekt zu ein paar schlichten Denims kombinieren und passen auch farblich perfekt zu den steigenden Temperaturen. Wer von blassen Farben nicht so viel hält und eher nach etwas Kräftigen sucht, dem sei ein knalliges Rot ans Herz gelegt. Nachdem in den Wintermonaten vor allem das etwas dustere Bordeaux und Laubfarben dominierten, eignet sich das intensiv strahlende Rot für den diesjährigen Frühling hervorragend. Ein schicker Blazer oder Kurzmantel im verführerischen Lipstick-Red wirkt gleichermaßen klassisch und jugendlich. Ein intensives Rot sollte aber innerhalb eines Outfits für sich stehen. Das bedeutet: Nur mit gedeckten, weniger aggressiven Farben oder maximal mit einem dezenten Muster, in welchem sich das Rot wiederfindet, kombinieren.

Die Musterfanatiker

Wo wir gerade davon sprechen –die Freunde des gepflegten Muster-Wahns kommen im Frühling 2013 nicht zu kurz. Die klassischen Frühlingsmuster aus Blüten und Tierprints funktionieren auch in diesem Jahr. Ebenfalls angesagt: farbenfrohe Ethnoprints. Jacken im Hippie-Look sind übertrendy und sollten – ähnlich wie die knallroten – am besten mit schlichten und einfarbigen Stücken kombiniert werden. Muster mit Muster kombinieren, ist zwar prinzipiell möglich, jedoch nur etwas für erfahrene Style-Häschen im Fortgeschrittenen-Status.

Die Cut- und Material-Frage

Was den Schnitt angeht, ist alles erlaubt, was die Kleiderstange hergibt. Typisch für die Frühlingsmode sind natürlich Kurzjacken bzw. –Mäntel, aber auch elegante Blazer, Trenchcoats, einfache Strickjacken und überhaupt alles von Kragenlos über Kapuze bis hin zu Bubikragen. Hier darf nach Lust und Laune (und nach Temperatur) probiert und geswitcht werden. Ähnliches gilt für die Wahl des passenden Materials. Neben Standard-Baumwollstoffen funktionieren Jeansjacken nach wie vor sehr gut bei den ersten Sonnenstrahlen. Hier geht das bekannte Indigo-Denimblau genauso durch, wie entsprechende Modelle in den Trend-Pastellfarben.

Frühling = Lederjacke

Ein Modegesetz, an dem sich auch in diesem Jahr nichts ändern wird lautet: Dem Frühling gehört die Lederjacke. Genauso wie im Herbst eignen sich Lederjacken ganz hervorragend für das Übergangswetter. Sie sind nicht nur leicht, bequem und lassen sich angenehm tragen, sondern sind auch zeitlos schön und lassen sich perfekt an aktuelle Trends anpassen. So sieht man derzeit zahlreiche Lederjacken in den angesagten Pastellfarben. Von Mintgrün über Hellblau bis Hellgelb und Rosa ist hier durch die Bank alles zu finden. Außerdem stark im Kommen: Multicolored Lederjacken, die im Patchwork-Stil mit unterschiedlichen Farben an Ärmeln, Kragen oder Schultern arbeiten – definitiv interessant anzusehen und einen Versuch wert.  Was den Cut angeht, sind wie im letzten Herbst Lederjacken im lässigen Biker-Schnitt nach wie vor das A und O. Außerdem beliebt: Fransen und Zipper im sogenannten „Boho-Chic“. Aber Vorsicht: Es sind vor allem die Lederjacken mit glattem Leder, die den Frühling in diesem Jahr bestimmen. Raues Wildleder ist zwar grundsätzlich erlaubt, jedoch nicht so angesagt, wie die der cleane Look des zart-glatten Leders. Auch die in den letzten Jahren immer wieder gern getragene Fell-Fütterung, die oft am Kragen hervorblitzte, wird in diesem Frühling weniger gesehen werden – und hoffentlich aufgrund der Temperaturen auch nicht nötig sein.

Man sieht also: Der frische Frühling lässt dem Jacken-Freund viele Freiheiten bei der Wahl seines neuen Modells. Festzuhalten ist, dass Pastelltöne und helle Farben stark im Kommen sind und neben Patch-Looks bei Lederjacken und dem Dauerbrenner Blümchenmuster die Hauptrolle in dieser Saison spielen werden. Die dunklen und schweren Exemplare können also ruhigen Gewissens im Schrank gelassen werden, denn egal, ob das Wetter nach diesem grauen Winter mitspielt oder nicht: Was Jacken angeht, wird es definitiv heiter und freundlich.

Winter 2012/2013 – Going Down Under in Sydney

Im letzten Artikel haben wir uns ein wenig mit Australien, besser gesagt der Mode Australiens beschäftigt. Wir hatten festgestellt, dass Australien mehr ist als Outback, Flying Doctors, Kängurus und Männern, die mit Krokodilen kämpfen – uns zog es in die Städte, die Metropolregionen. Besonders Melbourne als Fashionmetropole des Landes hatten wir unter die Lupe genommen. Melbourne ist sicherlich eine sehr coole, trendige Stadt. Jährlich gibt es eine Vielzahl von Fashion Events und die Zahl der Boutiquen und jungen Labels steigt unaufhörlich. Doch nun wollen wir weiter schreiten und sehen, was wir auf unserem Australien-Trip noch so entdecken. Besonders Sydney, die größte Stadt des Landes, hat in Fragen der Mode noch viele Fragen unbeantwortet gelassen. Und weil uns der Winter in Europa noch immer als Geißeln hält, macht es total viel Spaß einen Blick auf die wärmere Seite der Welt zu werfen. Also: Auf nach Down Under!

Sydney

Sydney ist die hippste Stadt des australischen Kontinents. Wieso man das so einfach sagen kann? Nun, nirgendwo gibt es mehr kulturelles Angebot und jüngeres Publikum als in dieser Stadt. Sydney ist der Spot um auszugehen, zu feiern und alle kulturellen Reize der anderen Kontinente und Kulturen aufzusaugen. Besonders die Einwanderer aus dem pazifischen Raum prägen mit ihrer Kultur natürlich auch die modischen Trends und Facetten der Stadt. Jedes Jahr sorgt das Mercedes-Benz Fashion Festival für Furore. Die Stars und Sternchen pilgern zu ihm, um zu sehen und gesehen zu werden. Aber um zum Kern des modischen Treibens vordringen zu können, sollten wir, wie schon im vorhergehenden Teil, die Trends auf der Straße im Auge behalten. Der Look auf den Straßen lügt niemals über den Stand der Mode hinweg, sondern ist ein ernstzunehmender Repräsentant des Status Quo. Schauen wir also gespannt in eine Fußgängerzone in Sydney. Vor uns sehen wir eine Frau mit legerer Baumwolltasche laufen. Sie trägt Mules mit hohem Absatz und eine Cropped-Pants mit Fruit-Print. Ihr Oberteil ist eine pinkfarbene Bluse mit Rüschen.

Unser Urteil:  Sehr kontrastreich, sehr farbig, vielleicht etwas „too much“

Insbesondere Hosen in Full-Print sind absolute Geschmackssache und sicher kein zeitloser Trend. Wir setzen unseren Weg durch die Innenstadt von Sydney fort, es ist heiß und wir beneiden das Mädchen im Hawaii-Look. Ihr kurzes Blümchenkleid lässt sie garantiert nicht schwitzen. Kombiniert mit blauem Shopping-Bag und blau-rot gestreifter Schleife im Haar sieht sie mädchenhaft verträumt aus. Dazu trägt sie Chucks mit doppelter Sohle und funkelnden Edelsteinattrappen – wir beneiden ihren Mut und ihre Kombinationslust und stellen darüber hinaus ein weiteres Mal fest, dass die Einflüsse der japanischen Mode in Australien deutlich zu spüren sind. Wir flanieren durch einen Park und sehen vor uns am Softeisstand eine junge Dame. Wahrscheinlich ist sie Studentin, vielleicht ist dass aber auch nur ein Klischee. Sie trägt ein weißes Oberteil aus Baumwolle. Es ist weit und in ihre kurze smaragdgrüne Shorts gesteckt. Die weißen Socken schauen aus den Sneakern im Leo-Look hervor. Ihr wildes Haar fällt bis zur Handtasche (ebenfalls im Leo-Look). Ziemlich provokant was sie da macht. Ist das jetzt Hippie? Ist das Emo? Was ist das? Höchstwahrscheinlich hat sie mit ihrem Look genau das geschafft, was sie beabsichtigte: Fragen aufwerfen. Kleider ohne Hüte scheinen diesen Winter (dem australischen Sommer) ein No-Go zu sein. Hüte im 60s und 70s-Look scheinen die australischen Frauenherzen im Sturm erobert zu haben.

Leider ist dies unser letzter Tag in Australien. Der Traum platz wie eine Seifenblase, wir sitzen wieder in unserem Zimmer und drehen die Heizung hoch. Lieber wären wir jetzt in Down Under und wer die Möglichkeit hat, sollte auf jeden Fall, einen realen Trip ans andere Ende der Welt machen.

Australien im Winter 2012/2013 – Going Down Under: Melbourne

Bei Australien denkt wohl jeder an Kängurus und Crocodile Dundee – oder daran, dass sich das Land für eine ehemalige Strafgefangeneninsel recht gut entwickelt hat. Für Mode ist der Kontinent bisher weniger bekannt und es fällt nicht so leicht, auf Anhieb einen bekannten australischen Designer zu nennen. Nichtsdestotrotz gibt es in den Metropolen Sydney und Melbourne durchaus viele junge Labels und Designer. Auf der Straße findet man Styles die auch in europäische Städte passen würden, auch in New York oder Tokio Anklang finden würden. Was besonders viel Spaß macht die derzeitige Mode in Australien zu beschreiben, ist der Fakt, dass in diesem Teil der Welt gerade Sommer herrscht. Als von der Kälte gequälter Europäer kann man sich also etwas in die Ferne flüchten, mal die Seele baumeln lassen. Man kann Sommermode betrachten, die man hoffentlich bald wieder vor der eigenen Haustür tragen kann.

Melbourne

Mit über drei Millionen Einwohnern ist Melbourne die zweitgrößte Stadt Australiens. Modisch gesehen hat Melbourne absolut seine Highlights. Jedes Jahr findet zwei mal das L’oreal Fashion Festival statt. Auf diesem Event können junge Nachwuchsdesigner ihre Kreationen vorstellen und darauf hoffen, von internationalem Publikum wohlwollend aufgenommen zu werden, beziehungsweise positive Kritik der Modejournalisten zu erhalten. Labels wie Limedrop, die schon jetzt ein Geheimtipp unter der australischen Prominenz sind, waren mit ihren asymmetrischen Schnitten und ungewöhnlichen Formen weit vorn in der Gunst des Publikums. Für Yeojin Bae war dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Schon mit 15 Jahren studierte sie Mode, ihre erste Kollektion wurde sofort von Modehaus Barney`s aufgekauft. Sie präsentierte dieses Jahr gerade, feminine Schnitte, Röcke mit tiefen Einschnitten und lange Kleider mit Blumenprints. Ihr kurzes schwarzes Kleid mit Blumenapplikationen wirkt super sexy, obgleich es Eleganz ausstrahlt. Kontraste bestimmen dieses Jahr speziell die Mode unter jungen Leuten. Weiße Oberteile zu knallroten Röcken und gelben Accessoires sind sommerliche Hingucker. Der Sommer in Melbourne ist gemessen an den europäischen Modemetropolen ziemlich leger. Besonders prägend scheint der Look der frühen 90s zu sein. Man mag darüber denken was man will, Denim-Hotpants, transparente Blusen (darunter Bikinioberteile mit Blütendruck), weit hängende Rucksäcke und farbenfrohe Plateauschuhe waren auch bei uns einmal angesagt. Persönlich ist mir der Look zu offen und locker, kann für den Weg zum Strand aber durchaus passend sein.

Auch Looks, die besonders kess und etwas bubenhaft wirken, sind dieses Jahr in Melbourne auf der Straße zu sehen. T-Shirt mit Fullprint und einer kurzen Hose in Batik-Optik lassen sich hervorragend kombinieren. Dazu passen transparente Taschen und Sneaker mit Plateausohlen. T-Shirts und Shorts dieser Art hat man dieses Jahr auch schon in den hippen Stadtteilen Tokios gesehen, vielleicht ist dies gerade ein Trend im ganzen pazifischen Raum. Plateauschuhe waren in Europa dieses Jahr bereits der Renner. Lagerfeld, Prada, Gucci – sie alle arbeiteten mit den klobigen Tretern. Meiner Meinung nach muss nächstes Jahr unbedingt eine stilistische Abwechslung her, denn in der Zwischenzeit hat man sich die Treter langsam satt gesehen. Und auch die Dots sind wieder da. Besonders die Kollektion von Lisa Gorman, die ihre Karriere startete, als sie noch als Krankenschwester arbeitete, ist gepickt mit schwarzen Punkten.

Melbourne ist vom Stande der Mode noch nicht mit Städten wie Mailand, Paris oder Tokio vergleichbar. Dazu ist die Szene in der australischen Stadt einfach noch zu klein. Die Entwicklung ist allerdings sehr positiv, viele kreative Menschen treffen sich in der Stadt, es gibt regelmäßige Fashion Events und junge Lables sprießen gerade so aus dem Boden. Man darf sich durchaus freuen, zu sehen, was in den kommenden Jahren noch so aus Down Under kommt.

Auf dem Prüfstand: Mode-Trend Felljacken

Seit nunmehr zwei Jahren sind sie fester Bestandteil der Winterkollektionen der großen (und kleinen) Designer von New York bis Mailand: Die Felljacken. Die Rede ist hier nicht von den riesigen, schweren und betagten Pelzmänteln, sondern von den fluffigen, knappen Jäckchen, die meist komplett mit Fell überzogen sind. Gerade jetzt, wo der Winter seine Hartnäckigkeit unter Beweis stellt, fragt man sich natürlich, ob es sich nochmal lohnt, im Schlussverkauf ein kuscheliges Schnäppchen zu machen. Aber hat der Trend überhaupt noch Bestand? Und woher kam er eigentlich? Sollte man eine Felljacke oder doch lieber eine Fellweste nehmen? Fragen über Fragen – wir geben Antworten.

Warum, wieso, weshalb

Bereits Ende 2010 machten die ersten Bilder diverser Fashion-Events die Runde, bei denen sich bereits abzeichnete, dass zahlreiche Designer einen ganz bestimmten Trend auf dem Kieker haben. Zudem präsentierten sich die Early-Adopters der Modewelt verstärkt in einem auffälligen Look: Die gemeine Felljacke erschien auf der Bildfläche und eroberte die Fashion-Epizentren von Berlin-Mitte bis Rodeo Drive, Los Angeles. Roberto Cavalli, Karl Lagerfeld und Labels wie Antik Batik erkannten die Zeichen der Zeit und machten die Fell-Nummer zum nächsten großen Ding. In den folgenden Wintersaisons war es damit um die Modewelt geschehen, und daran hat sich tatsächlich bis heute nicht viel geändert. Sowohl Jacken mit vereinzelten Fellelementen, komplett mit Fell bedeckte Modelle und vor allem Fell-Westen lassen das Fashion-Feuer auch 2013 noch immer lodern.

Stichwort Animalität

Kein Wunder eigentlich: der anhaltende Trend passt schließlich perfekt zum allgegenwärtigen animalischen Look. Wo Strumpfhosen mit Leoparden-Muster getragen werden, können schließlich auch Jacken im Bärenlook übergezogen werden, oder? Dabei muss es sich übrigens NICHT um echten Pelz handeln. Ganz im Gegenteil, die meisten selbst im Hochpreis-Segment tätigen Designer arbeiten mit hochwertigem Kunstfell und schaffen ganz hervorragende Stücke. Die Farben bleiben dabei natürlich: Braun, Grau und Schwarz sind die gängigsten, doch auch in auffälligem Weiß sind die Jacken häufig zu sehen. Im Winter als Eisbär? – Passt doch! Zudem fällt auf, dass das Fell in den meisten Fällen extrem lang ist. Man könnte beinahe sagen: je zottliger, desto besser.

Die Ärmelfrage

Die Frage, die beim Trend in den letzten Jahren immer wieder auftauchte war die nach den Ärmeln. Was ist nun die bessere Wahl? – Die herkömmliche Felljacke oder doch lieber die Fellweste ganz ohne Ärmel? Fakt ist: Die Fellweste ist auf jeden Fall weiter verbreitet und kommt bei der Masse auch offensichtlich besser an. Doch genau da kommen die Vorzüge des Ärmel-Modells zum Tragen: Es hebt sich noch ein kleines Stück vom Rest ab und ist – sofern gewünscht – noch ein bisschen auffälliger als die Westen-Variante. Als Kompromiss sind übrigens auch kurzärmlige Modelle zu empfehlen. Sie kommen seltener vor, als die anderen Modelle und sind daher noch einen Ticken spezieller. Jedoch muss man die Augen hier offen halten, man findet sie häufig nur sehr schwer in den betreffenden Läden.

Die Regeln

So sehr die 90er auch durch die Nostalgie-Brille als ein wunderbares Jahrzehnt gepriesen werden: Bitte keine Felljacken in Neongrün, Knallrot oder Marineblau wählen. Klar, Colorblocking hat seine Vorzüge, aber definitiv nicht bei Felljacken. Hier dominiert der natürliche Look – zu Recht. Kombiniert werden die Stücke am besten zu schmalen Tights und ein paar High Heels – da die Jacken meist selbst sehr weit ausfallen und aufplustern, empfiehlt es sich im Beinbereich auf Schlankheit und Schlichtheit zu setzen. Schmale Figuren sind daher geradezu gemacht für Felljacken und –Westen. Mit einer sehr breiten, weißen Felljacke wie eine Schneekugel auszusehen mag vielleicht ganz witzig sein. Ob es Stil hat, bleibt aber fraglich.

Gekommen um zu bleiben?

Wie lange der Look noch an der Oberfläche bleibt, lässt sich schwer sagen. Da mit diesem Winter bereits seine dritte Saison infolge zu Ende geht, könnte es gut sein, dass die Karawane im nächsten Herbst weiterzieht und der Fell-Look auf der Strecke bleibt. Wer also in diesem Winter noch mitmischen und sich eines der Teile besorgen will, sollte zur Sicherheit lieber kein Vermögen mehr in eine solche Jacke investieren. Das sollte aber auch kein Problem sein, schließlich bieten Replay, French Connection oder Miss Sixty trendige Felljacken zu bezahlbaren Preisen an.

LSD für die Augen – Print-Sweater der anderen Art

Wer in Zeiten der maximalen Reizüberflutung noch mit seiner Kleidung auffallen will, der muss ordentlich was leisten. Batik? – Boring! Muster? – Mittelmaß! Neonfarben? – Na ja… Glücklicherweise haben sich Startup-Hipster-Modelabels wie „Aloha from Deer“, „Muschi Kreuzberg“ oder „Mr. Gugu & Miss Go“ längst in Stellung gebracht um ein neues Zeitalter verrückter Tights, Jacken und Pullis in der Modewelt einzuläuten. Die auf sie gedruckten – wir nennen sie wider Willen mal so – „Hipster-Motive“ sind das Ding der Stunde, vor allem wenn es um die Wahl eines trendigen neuen Sweaters geht. Bei eben diesen ausgefallen-auffälligen Motiven scheint es ganz offensichtlich keine Grenzen mehr zu geben: Keine Grenzen was Crazyness angeht, was Provokation angeht, was Farbe und Muster angeht. Geistergestört ist das neue hübsch. Welcome to the Jungle!

Kategorie 1: Tiermotive

Tiermotive gehen nach wie vor weg wie nichts und sind auf der Street gern gesehene Motive beim Party- und Jungvolk. Dabei noch immer ungeschlagen an der Spitze: Wölfe. Das gilt neben den allgegenwärtigen Sweatern vor allem für Jeansjacken, auf denen die Rudeltiere mittlerweile schon fast standardmäßig draufgestickt sind. Alternativ gehen natürlich Geparden und Panther, Tiger, Löwen, Pitbulls und alles was einem sonst so in den Sinn kommt – Hauptsache dabei ist, dass das Motiv möglichst plakativ und riesig ist. Am besten erstreckt es sich natürlich über das ganze Kleidungsstück. Wahlweise einmal oder gleich im ganzen Dutzend.

Kategorie 2: Nahrungsmittel

Zugegeben, der Begriff ist etwas weit gefasst. Im Prinzip darf alles auf einem trendigen Sweater landen, was im weitesten Sinne essbar ist. Die Zuckerschnuten unter den Fashion-Fanatikern greifen zu übergroßen Eistüten-, M&Ms- oder Gummibärchen-Prints, die Junk Food-Fanatiker hingegen zu diversen Fast-Food-Motiven von Burgern bis Pommes. Man lebt ja schließlich nur einmal. Aber wo bleibt eigentlich der Sauerbraten-Pulli? Gibt’s bestimmt auch schon irgendwo.

Kategorie 3: Landschaftsmotive

Hier kommen die Naturfreunde endlich zum Zug. Wem nämlich all die bisherigen Motive zu sehr auf Konsum (Fast-Food-Stuff und Süßigkeiten) oder „Och wie niedlich“ (Tiermotive) ausgerichtet waren, der kann seiner Liebe zu Mutter Erde mit entsprechenden Landschaftsmotiven frönen. Prints mit Strandmotiven, Baumkronen und Wäldern, Vulkanen, Palmen oder Berggipfeln lassen das Natur-Herz höher schlagen – sofern man damit klar kommt, dass die Sweater zum großen Teil aus reinem Polyester bestehen.

Kategorie 4: Der ganz verrückte Scheiß

Wem das alles noch zu human und gesittet ist, der möge bitte zu den vollends abgehobenen All-Over-Motiven greifen. Im Prinzip finden sich hier noch Motive, von denen man nie geglaubt hat, dass sie jemals den Weg als Print auf ein Kleidungsstück machen: Kondome, diverse Weltall-Bilder von Sternen-Explosionen und Milchstraßen-Fotografien und verschiedene biblische Malereien, Marienbilder oder Engel oder Jesus Christ himself. Wie gesagt: Im Prinzip gibt es nichts, was es nicht geben könnte.

Neben all den Prints, die wir hier versucht haben grob zu kategorisieren, gibt es natürlich noch allerhand weiteren Stuff von Atomexplosionen über Pharao-Abbilder bis hin zu Marihuana-Stauden. Okay, eigentlich gibt es wohl wirklich ALLES. Im Prinzip könnte man mit diesen Motiv-Erörterungen ewig weitermachen; der Punkt ist aber, dass hier nicht mehr in Kategorien wie „Geht/Geht nicht“ oder „Geschmackvoll oder nicht“ gedacht wird. Entscheidend ist das Motiv und dessen Verrücktheit. Je weiter es von dem entfernt ist, was der Durchschnitts-Mensch anziehen würde, desto besser. Was davon zu halten ist? – Schwierig, denn diese Art von Mode ist eine reine Gewissensentscheidung. Fakt ist aber auch, dass dieser Trend teilweise so weit draußen ist, dass er auf kurz oder lang zum Scheitern verurteilt ist. Bedeutet: Wer den Motiv-Sweatern eine große Zukunft voraussagt, wird spätestens in einem Jahr bitter enttäuscht werden. Nichtsdestotrotz: Bis das so weit ist – Gehet hinaus und fallet auf!

Zehn Gründe, warum 2013 das Jahr der Bomberjacke wird

Man hat es von einigen Seiten bereits anklingen hören, doch wir machen es hiermit offiziell: 2013 wird das Jahr der Bomberjacke – das ist fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Warum? – Hier sind zehn handfeste Gründe.

Grund 1: Altbewährtes setzt sich durch

Wir kennen den Zyklus der Modewelt: Trends und Kleidungsstücke kommen und gehen. Somit ist es nur logisch, dass die Bomberjacke früher oder später ein furioses Comeback feiert. Sie hat ihre Qualitäten bereits mehrfach unter Beweis gestellt – ganz folgerichtig wird sie nun ihren zweiten Frühling erleben.

Grund 2: Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit

Die Bomberjacke ist kein langweiliges 08/15-Modestück. Sie kommt in unzähligen verschiedenen Formen, Farben und Varianten. Je nach Schnitt und Farbwahl können Bomberjacken sportlich oder gar klassisch-schlicht wirken. Eine Bomberjacke ist eben nicht gleich eine Bomberjacke – genau hierin liegt ihr Erfolgsgeheimnis.

Grund 3: Designer haben den Trend bereits erkannt

Die großen Modehäuser wie Burberry haben die Zeichen der Zeit erkannt – Bomberjacken waren auf den Catwalks zu den ersten Kollektionen für 2013 bereits an vielen Ecken und Enden zu sehen. Ein klarer Gradmesser, wie es um die Popularität eines Kleidungsstückes steht. Wenn die Bomberjacken also bereits bei den oberen 10.000 der Modewelt ankommen, kann kaum noch etwas schief gehen.

Grund 4: Der Crazyness-Faktor geht durch die Decke

Was ebenjene Fashion-Events bereits ankündigen: Das Motto lautet ganz offensichtlich „Bomberjacke gone wild“. Will heißen: verrückte Farben, glänzende Metallik-Oberfläche und sogar schockierende Animalprints im Schlangenhaut-Look beeinflussen die Bomberjacken-Welle. Auf diese Weise wird ein eigentlich längst bekanntes Stück Mode optimal aufgefrischt, wieder relevant gemacht und Interesse geweckt.

Grund 5: Sie hält warm

Ein simpler Grund, der häufig vergessen wird: Die Bomberjacke ist die perfekte Schnittstelle zwischen Funktionalität und Style. Sie sieht nämlich nicht nur perfekt aus sondern hält auch noch angenehm warm. Eine bessere Kombination kann es für den ausklingenden Wetter (oder auch die kühlen Frühlingsabende) nicht geben.

Grund 6: Unverhofft kommt oft

Der Bombenjacken-Trend kommt nach all dem Vintage-Kram absolut plötzlich und unerwartet. Noch vor wenigen Monaten hätte kaum jemand einen Pfennig auf die Rückkehr dieser Jacken gewettet. Nun sind sie auf einmal da – und alle sind so überrascht, als wäre der Papst zurückgetreten. Dass uns der Trend so kalt erwischt, kann nur positiv zu bewerten sein. Schließlich machen Überraschungsmomente die Modewelt aus. Mit dem Unerwarteten schockieren – ein ungeschriebenes Gesetz, das noch immer funktioniert.

Grund 7: Auffällig und doch leicht kombinierbar

Die Bomberjacke vereint zwei scheinbare Gegensätze: Sie fügt sich überraschend gut in trendgerechte 2013-Outfits aus Skinny-Jeans und Hemd ein, hebt sich aber gleichzeitig durch ihren Anti-Vintage-Look angenehm vom Rest ab. Diese Look-Zweischneidigkeit sorgt für einen interessanten Impuls und lenkt die Blicke gnadenlos auf das eigene Outfit. Selten lagen Sportlichkeit und klassischer Look so dicht beieinander.

Grund 8: Die Neuerfindung eines alten Bekannten

Es sollte bereits deutlich geworden sein: Die Bomberjacke wird in diesem Jahr komplett neu erfunden. In den Grundzügen, was Schnitt, den charakteristischen Kragen, den Zipper, die Taschen und Ärmel angeht, erinnert die Bomberjacke 2013 noch an die Traditionsmodelle, nur wurde ihr ein moderner Touch verliehen, der sie perfekt in die heutige Zeit katapultiert. Retro und dennoch aktuell? Die Bomberjacke macht’s möglich.

Grund 9: Sie ist prädestiniert für Accessoires

Die Bomberjacke schreit nach modischen Spielereien mit kleinen und größeren Accessoires. Ob es nun die Damenwelt ist, die ihre Clutch farblich zur Bomberjacke abstimmt, oder Männer, die endlich wieder einen Grund haben, die coole Aviator-Sonnenbrille aufzusetzen. Möglich ist vieles, denn eine offene Bomberjacke eignet sich perfekt für die Frühling – genauso wie die Spielerei mit Accessoires.

Grund 10: Wir lieben Bomberjacken!

Einen einfacheren Grund für das Comeback KANN es einfach nicht geben. Ganz schlicht und ergreifend: JEDER liebt Bomberjacken. Sie sind schnittig, leicht, sind angenehm zu tragen, sehen verdammt cool aus und sind völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Eine neue Bomberjacken-Welle ist daher absolute Pflicht! Wer keine große Summen in ein neues Modell investieren will, kann auch einfach ein altes herauskramen und es mit Pins, Aufnähern, Farben und sonstigem verzieren – je „unnormaler“ das gute Stück aussieht desto besser. Bringen wir es zurück!

Daunenjacken richtig waschen – ein Ratgeber

Wer kennt das nicht? Gerade frisch bei Mama ausgezogen, den ersten Winter in der eigenen Wohnung halbwegs selbstständig herumbekommen, doch steht das erste große Problem an: Die geliebte Daunenjacke ist dreckig und sieht von Schnee und Matsch mitgenommen aus. Es hilft alles nix – sie muss gewaschen werden. Für viele ein Grund zu verzweifeln, schließlich will man das teure Stück nicht der sensationellen Wärme-Eigenschaften berauben und die Daumen und deren Fluffigkeit zerstören. Wir schaffen Abhilfe in unserem kleinen Ratgeber zum richten Winterjacken-Waschen.

Die Risiken des Daunenjackenwaschens

Richtig gute Daunenjacken bekommt man selten für lau, ganz im Gegenteil. Für hochwertige Modelle legt man gut und gerne mal mehrere hundert Euro auf den Tisch. Umso vorsichtiger ist man dann natürlich, wenn es ans Waschen des guten Stückes geht. Sehen wir also den Fakten ins Auge: Egal, wie vorsichtig man mit der Jacke umgeht, die Daunen leiden bei jeder Wäsche ein kleines Bisschen, selbst in der professionellen Reinigung. Genau aus diesem Grund sollte man nicht unnötig viel Geld für die Reinigung ausgeben, sondern ruhig mutig sein und es selbst versuchen. In diesem Sinne: Kopf hoch, du schaffst das!

Gefahr im Verzug

Die große Schwierigkeit beim Waschen einer Daunenjacke ist, sie einerseits zwar sauber zu bekommen, andererseits ihre perfekten Wärmeeigenschaften nicht zu zerstören. Diese Eigenschaften sind vor allem der Daunenfüllung im Inneren zu verdanken, welche die Jacke extrem leicht macht und dennoch dafür sorgt, dass sie die eigene Körperwärme perfekt im Inneren isoliert. Wäscht man die Jacke falsch, können die Daunen im Inneren verklumpen oder sogar Schimmeln – so verliert das Kleidungsstückt nicht nur seine Funktion, sondern kann eigentlich direkt auf den Müll landen.

Richtige Vorbereitung – das A und O

Bevor die Jacke einfach gedankenlos in die Waschmaschine gestopft wird, gilt es die Reinigung klug vorzubereiten. Jacken verschmutzen vor allem am Saum, am Ärmelbund oder am Kragen sehr schnell. Je nachdem, wie stark die Verschmutzungen an diesen oder anderen Stellen sind, sollte per Handwasche mit Feinwaschmittel vorgearbeitet werden. Reibt das Waschmittel dort vorsichtig ein, anstatt die Jacke komplett in die Badewanne zu tauchen. Erst danach kommt die Maschine zum Einsatz.

Der Waschgang

Wählt einen schonenden Waschgang und stellt die Temperatur nicht höher als 30 Grad – versteht sich von selbst. Ein schonendes Vollwaschmittel reicht zwar in der Regel aus, um aber auch das letzte Restrisiko zu entfernen, sich die Jacke zu versauen, dürfen Angsthasen natürlich auch gerne spezielles Daunenwaschmittel benutzen. Achtung: Weichspüler ist Tabu! Er ist zu aggressiv und kann die Daunen angreifen – was es natürlich zu vermeiden gilt. Auch dass die Jacke einzeln ohne andere Kleidungsstücke gewaschen wird, sollte klar sein. Wer spezielles Daunenwaschmittel benutzt, wird sich wahrscheinlich über den seltsamen Ball wundern, der dem Mittel häufig beiliegt. Er erfüllt für die Wäsche jedoch eine extrem wichtige Funktion: Er wird gemeinsam mit der Jacke in die Trommel gepackt und sorgt dafür, dass die Daunen während dem Waschen immer wieder aufgelockert werden, um nicht zu verklumpen. Wer einen solchen Ball nicht hat, sollte alternativ bis zu drei Tennisbälle mit in die Maschine legen, die erfüllen den Zweck genauso gut, wie der Wasch-Ball.

Trocknen will gelernt sein

Damit ist der Job aber noch nicht erledigt. Auch beim Trocknen der Jacke gibt es einige wichtige Regeln zu beachten. Die Jacke sollte bei höchster Stufe und ebenfalls zusammen mit den Tennisbällen getrocknet werden. Zudem sollte der Trockner ein oder zweimal während des Vorgangs angehalten werden, um die Jacke kräftig durchzuschütteln. Beim Lufttrocknet wird die Jacke einfach aufgehängt, sollte aber ebenfalls unbedingt immer wieder durchgeschüttelt und ausgeschlagen werden. So vermeidet man das Zusammenpappen der Daunen und hält sie locker und flockig. Klar ist, dass beim Trocknen ohne Trockner der Vorgang sehr lange dauert – eine Alternativjacke sollte man also für die nächsten Tage also definitiv parat haben.

Ein Gegensatzpaar findet zueinander: Modetrend „Rock-Chic“

Jahrelang galten sie als zwei Kleidungsstile, die so verschieden sind wie Feuer und Wasser, wie Salz und Zucker, wie Fleisch und Gemüse: Der Rockstar-Look und die gehobene Mode, der „Chic“. Während Nieten, Leder und zerfetzte Jeans grundsätzlich die lässige Freizeitmode darstellten, wurden sie lange Zeit strikt von allem ferngehalten, was auch nur im weitesten Sinne als classy und seriös durchging. Beides zu kombinieren? – Unvorstellbar. Doch die Modewelt ist im Umbruch und Looks, die lange Zeit als unvereinbar galten finden plötzlich zueinander. Das Ergebnis ist das, was Blogger, Fashionistas und Designer als den „Rock-Chic“ bezeichnen: Die Verbindung von Glamour und Totenkopf.

Der Trick beim Rock Chic ist dabei so einfach wie genial. Anstatt sich für einen Stil zu entscheiden, kombiniert man hierbei einfach verschiedene Elemente beider Richtungen gekonnt miteinander. Farblich ist der Rock Chic in den meisten Fällen bei den dunklen Farbtönen zu Hause, häufig dominiert in entsprechenden Outfits Schwarz. Jedoch kann auch ein auffälliger „Farbklecks“ einen Twist ins Outfit bringen, etwa wenn sich eine knallrote Lederjacke von der ansonsten durchgehend dunklen Kleidung abhebt.

Entscheidend ist jedoch, dass das Gesamtbild trotz eindeutiger Rock-Elemente nie lumpig aussieht. Aus diesem Grund kommen Destroyed-Optik und zerfetzte Jeans bei echten Rock-Chic-Outfits eher selten vor. Stattdessen wird auf cleane, gut erhaltene Stoffe gesetzt. Ein paar einfache schwarze Strumpfhosen, Lederleggins oder dunkle Skinnyjeans werden beispielsweise mit Nieten-besetzten High Heels kombiniert. Dazu ein Tüllrock, ein einfaches Hemd und die obligatorische Lederjacke im Biker-Look – fertig ist das Rock-Chic-Outfit. Wie gesagt: Der Trick ist, trotz Leder und Nieten sich dennoch eindeutig auf dem Feld des „Chic“ zu bewegen. Genau das erreicht man nur, wenn man sich etwa bei den Hosen auf das Wesentliche konzentriert, dafür aber bei der Jacke und den Schuhen aufs Ganze geht

Wer sich traut, darf auch ruhig die Military-Jacke oder gar ein Paar Combat-Boots zum restlichen Outfit anziehen. Doch auch hier gilt: Kenne die Grenze, übertreib nicht, bleib classy. Mit den Basics aus Hose, Schuhe und Jacke ist es natürlich noch nicht getan. Die Detailarbeit spielt eine ebenso große Rolle wie der Rest des Rock-Chic-Dresses. Kleine Accessoires und Feinheiten sind schließlich das Salz in der Suppe.

So eignen sich beispielsweise farbige Lederhandschuhe ganz perfekt dazu, den bereits erwähnten Farbtupfer in ein zurückhaltend-dunkles Outfit zu bringen. Egal ob rot, gelb, oder sogar weiß – solange sie sich vom Rest abheben, hat man hier schnell und einfach einen Hingucker hinzugefügt, der den gesamten Dress zwei bis drei Nummern aufwertet. Einen ähnlichen Effekt erzielen dezente Hüte oder Haarschmuck von Kopftüchern über Beanies bis hin zu einem einfachen Haarband. Das Makeup bleibt bis auf den erdbeerroten Lippenstift dezent; Ohrringe, Ketten und Armbänder dürfen zudem gerne etwas klimpern und dementsprechend etwas größer sein.

Die große Kunst bleibt die Gradwanderung zwischen den Rock- und Chic-Extremen. Wer zu viele Basic-Teile kombiniert, an Schmuck, Makeup und den Details spart, sieht schnell bieder und ZU klassisch aus. Wer aber zu sehr den Rock-Modus aufdreht, der wird vor lauter Nieten, Farben und Stofffetzen das eigentliche Outfit kaum noch ausfindig machen können. Die Balance zu halten – das ist der Trick, auf den es ankommt. Dass es möglich ist, beweisen uns die Promis aus Hollywood von Ashley Tisdale bis hin zu Sängerin JoJo. Und Rihanna – ohnehin eine DER Stilikonen des laufenden Jahrtausends – beherrscht den Look sowieso, wie kaum eine Zweite.

Doch was die Stars können, das kann Lotte Müller schon längst. Denn gerade weil es beim Rock Chic vielmehr auf die richtige Kombination ankommt, statt auf die teuerste Marke, lässt sich der Look auch ganz ohne Guiseppe Zanotti und Philipp Plein zusammenstellen. Vorausgesetzt, man hat einen Funken Kreativität, Modegespür und etwas Zeit für eine ausgiebige Shoppingtour durch ein paar Second Hand-Läden oder die nächste Shopping-Meile…

Die Daunenweste auf dem Trend-Prüfstand

Treu hat sie uns durch die kalten Monate der letzten Jahre gebracht – die allseits beliebte Daunenweste. Doch das gute Stück hat mit teils aufsehenerregenden Stilblüten auch viel Diskussionsstoff geliefert, und das bis heute. Kann sich die Daunenweste im Winter 2013 gegen die mächtige Collegejacken- und Parka-Konkurrenz behaupten? Wie sieht die Zukunft der modischen Wunderwaffe aus? Wir stellen die Daunenweste auf den untrüglichen Trend-Prüfstand.

Wer erinnert sich nicht an das Kultvideo von Rapper Kay One und seinem (Ex-)Partner Bushido? In „Style und das Geld“ etablierte Kay One als einer der ersten deutschen Musiker und Promis im Frühjahr 2010 einen aufsehenerregenden Kleidungsstil. Mit feuerroter Moncler-Weste brachte er den Daunenwesten-Look über Nacht nach Deutschland. Natürlich war der Trend bereits zu diesem Zeitpunkt eine Weile am Kochen, auf die große Bühne kam er aber erst in diesem Video. Was folgte war ein Mode-Hype, wie es ihn seit langer Zeit nicht mehr gegeben hatte. Plötzlich schien keine andere Winterjacke mehr etwas wert zu sein: Es MUSSTEN die ärmellosen Stücke sein, nur echt in Lackfarben. Nur echt von Moncler mussten sie hingegen nicht sein, das war spätestens ab dem Zeitpunkt unwichtig, als das normale Fußvolk feststellen musste wie unbezahlbar die Stücke der französischen Edelmarke waren.

Was ist nun also im Jahr 2013, gut drei Jahren später, vom einstigen Mega-Hype geblieben? Wir stellen fest: erstaunlich viel. Zunächst: Moncler ist zwar beileibe keine abgeschriebene Marke, nur hat sie ihr Monopol auf ärmellose Daunenwesten – sofern sie es jemals innehatte – abgeben müssen. Wer heute Daunenwesten trägt, hat eine riesige Auswahl quer durch sämtliche Marken und Preiskategorien. Natürlich bieten die Edel-Labels nach wie vor eigene Modelle an, aber eben auch erschwinglichere Marken wie Nike oder Jack and Jones. Für die Tiefpreis-Füchse gibt es entsprechende Jacken aber längst auch bei H&M und vergleichbaren Ketten. Die Daunenweste ist damit also längst kein reines Statussymbol mehr.

Doch bedeutet das, dass sie deshalb unbeliebt oder sogar out geworden ist? – Überraschenderweise nein: Wer die Augen beim Stadtbummel offen hält, wird nicht nur darüber erstaunt sein, wie viele auch heute noch Daunenwesten tragen, sondern auch darüber, wie der Look konsequent erweitert wurde und an Vielfalt gewonnen hat. Während die glänzenden Lack-Modelle ihren Zenit langsam überschritten haben, sind Daunenwesten in matten Farben noch immer extrem angesagt. Zudem haben auch Modelle mit Fellkragen und Kapuzen großen Anklang gefunden.

Für die gemäßigten Temperaturen haben sich die etwas dünneren Westen etabliert, die ohne Reißverschluss auskommen, dafür aber für ihre Knöpfe oder Knebel-Verschlüsse beliebt sind. In welcher Form man auch immer im Jahr 2013 nach der Daunenweste sucht – man findet sie. Und man macht sich mit ihr noch längst nicht unbeliebt. Ganz im Gegenteil, sie ist der beste Beleg dafür, dass ein Kleidungsstück noch längst nicht out sein muss, nur weil die Hysterie um das Teil allmählich abgeklungen ist.

Stattdessen etabliert es sich durch neue Facetten, neue Varianten und frische Ideen. Selbst die großen Labels haben die Teile noch nicht abgeschrieben. Während für viele der dieser Marken das Eisen spätestens dann zu heiß wird, wenn es bei H&M und Zara im Regal liegt, setzen Marken wie DKNY oder Ralph Lauren nach wie vor auf die Daunenweste.

Fazit

Die gute Daunenweste gehört noch nicht zum alten Eisen. Eingemottet werden muss vielleicht das glänzende Lackmodell so langsam, alle anderen Varianten erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit. Zu Recht, muss man sagen – schließlich hat die Modewelt bewiesen, wie man einen Trend mit genug Ideen und Kreativität lange am Leben erhält, ohne das er langweilig wird. Könnte es ruhig öfter geben, so etwas…

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