Ein Gegensatzpaar findet zueinander: Modetrend „Rock-Chic“

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Jahrelang galten sie als zwei Kleidungsstile, die so verschieden sind wie Feuer und Wasser, wie Salz und Zucker, wie Fleisch und Gemüse: Der Rockstar-Look und die gehobene Mode, der „Chic“. Während Nieten, Leder und zerfetzte Jeans grundsätzlich die lässige Freizeitmode darstellten, wurden sie lange Zeit strikt von allem ferngehalten, was auch nur im weitesten Sinne als classy und seriös durchging. Beides zu kombinieren? – Unvorstellbar. Doch die Modewelt ist im Umbruch und Looks, die lange Zeit als unvereinbar galten finden plötzlich zueinander. Das Ergebnis ist das, was Blogger, Fashionistas und Designer als den „Rock-Chic“ bezeichnen: Die Verbindung von Glamour und Totenkopf.

Der Trick beim Rock Chic ist dabei so einfach wie genial. Anstatt sich für einen Stil zu entscheiden, kombiniert man hierbei einfach verschiedene Elemente beider Richtungen gekonnt miteinander. Farblich ist der Rock Chic in den meisten Fällen bei den dunklen Farbtönen zu Hause, häufig dominiert in entsprechenden Outfits Schwarz. Jedoch kann auch ein auffälliger „Farbklecks“ einen Twist ins Outfit bringen, etwa wenn sich eine knallrote Lederjacke von der ansonsten durchgehend dunklen Kleidung abhebt.

Anzeige:

Entscheidend ist jedoch, dass das Gesamtbild trotz eindeutiger Rock-Elemente nie lumpig aussieht. Aus diesem Grund kommen Destroyed-Optik und zerfetzte Jeans bei echten Rock-Chic-Outfits eher selten vor. Stattdessen wird auf cleane, gut erhaltene Stoffe gesetzt. Ein paar einfache schwarze Strumpfhosen, Lederleggins oder dunkle Skinnyjeans werden beispielsweise mit Nieten-besetzten High Heels kombiniert. Dazu ein Tüllrock, ein einfaches Hemd und die obligatorische Lederjacke im Biker-Look – fertig ist das Rock-Chic-Outfit. Wie gesagt: Der Trick ist, trotz Leder und Nieten sich dennoch eindeutig auf dem Feld des „Chic“ zu bewegen. Genau das erreicht man nur, wenn man sich etwa bei den Hosen auf das Wesentliche konzentriert, dafür aber bei der Jacke und den Schuhen aufs Ganze geht

Wer sich traut, darf auch ruhig die Military-Jacke oder gar ein Paar Combat-Boots zum restlichen Outfit anziehen. Doch auch hier gilt: Kenne die Grenze, übertreib nicht, bleib classy. Mit den Basics aus Hose, Schuhe und Jacke ist es natürlich noch nicht getan. Die Detailarbeit spielt eine ebenso große Rolle wie der Rest des Rock-Chic-Dresses. Kleine Accessoires und Feinheiten sind schließlich das Salz in der Suppe.

So eignen sich beispielsweise farbige Lederhandschuhe ganz perfekt dazu, den bereits erwähnten Farbtupfer in ein zurückhaltend-dunkles Outfit zu bringen. Egal ob rot, gelb, oder sogar weiß – solange sie sich vom Rest abheben, hat man hier schnell und einfach einen Hingucker hinzugefügt, der den gesamten Dress zwei bis drei Nummern aufwertet. Einen ähnlichen Effekt erzielen dezente Hüte oder Haarschmuck von Kopftüchern über Beanies bis hin zu einem einfachen Haarband. Das Makeup bleibt bis auf den erdbeerroten Lippenstift dezent; Ohrringe, Ketten und Armbänder dürfen zudem gerne etwas klimpern und dementsprechend etwas größer sein.

Die große Kunst bleibt die Gradwanderung zwischen den Rock- und Chic-Extremen. Wer zu viele Basic-Teile kombiniert, an Schmuck, Makeup und den Details spart, sieht schnell bieder und ZU klassisch aus. Wer aber zu sehr den Rock-Modus aufdreht, der wird vor lauter Nieten, Farben und Stofffetzen das eigentliche Outfit kaum noch ausfindig machen können. Die Balance zu halten – das ist der Trick, auf den es ankommt. Dass es möglich ist, beweisen uns die Promis aus Hollywood von Ashley Tisdale bis hin zu Sängerin JoJo. Und Rihanna – ohnehin eine DER Stilikonen des laufenden Jahrtausends – beherrscht den Look sowieso, wie kaum eine Zweite.

Doch was die Stars können, das kann Lotte Müller schon längst. Denn gerade weil es beim Rock Chic vielmehr auf die richtige Kombination ankommt, statt auf die teuerste Marke, lässt sich der Look auch ganz ohne Guiseppe Zanotti und Philipp Plein zusammenstellen. Vorausgesetzt, man hat einen Funken Kreativität, Modegespür und etwas Zeit für eine ausgiebige Shoppingtour durch ein paar Second Hand-Läden oder die nächste Shopping-Meile…

Kommentieren

Nach oben scrollen